10 typische Dinge, an die bei Roadtrips oft nicht gedacht wird

Sachen, die du keinesfalls vergessen solltest!

Viele junge Menschen träumen davon, wenigstens einmal im Leben per Fahrzeug die Welt zu erkunden – oder zumindest ihr Heimatland. Und nicht gerade wenige haben diese Reiseform, bei der der Weg das Ziel ist, schon längst für sich entdeckt. Doch, obwohl Roadtrips definitiv kein brandneuer Urlaubs-Trend mehr sind, so gehen bei den Ausflügen im Van, Kombi oder Geländewagen häufig eine Menge Dinge schief.
Auf manche Ereignisse, Problemchen und Schwierigkeiten kann man sich einfach nicht vorbereiten. Hier kannst du nur eines tun: einen kühlen Kopf bewahren und das Beste aus jeder Situation machen. Allerdings gilt das nicht universell, auf viele andere Dinge kannst du dich tatsächlich schon vor Fahrtantritt vorbereiten.

1. Weniger Gepäck, weniger Sorgen

Es ist völlig gleich, welches Fahrzeug genau dich auf deinem Roadtrip durch Deutschland, Europa oder andere Länder befördern soll: Immer hast du nur ein Transportvolumen X und ein zulässiges Gesamtgewicht Y zur Verfügung. Das heißt, was du an Gepäck mitnehmen kannst, ist sowohl aus räumlicher Sicht als auch derjenigen des Gewichts deutlich limitiert. Zumal du wahrscheinlich in den meisten Konstellationen im Fahrzeug nächtigen möchtest.
Du kannst beispielsweise einen Blick in den Fahrzeugschein werfen, dort stehen das Leergewicht deines Fahrzeugs und das zulässige Gesamtgewicht, beziehungsweise (korrekter) die zulässige Gesamtmasse. Das Leergewicht ist das Fahrzeug plus Kraftstoff plus ein Fahrer von 75 Kilogramm Körpergewicht. Die Differenz bis zum zulässigen Gesamtgewicht ist das, was du zuladen darfst.
Das mag dir zunächst nur wie trockene Mathematik und abstrakte Zahlen vorkommen. Tatsächlich stecken dahinter jedoch verschiedene Faktoren, die über die generelle Anmutung deines Roadtrips bestimmen. Denn jedes Gepäckstück mehr …

  • macht es deinem Motor schwerer, den Wagen zu bewegen. Dadurch steigt dein Kraftstoffverbrauch und es reduziert sich die Beschleunigung. Zudem verschleißen Reifen und Bremsen rascher.
  • sorgt dafür, dass dein Fahrzeug allgemein träger ist und sich schwieriger beherrschen lässt. Die Fahrt wird also etwas unsicherer.
    nimmt dir Platz weg. Platz für dich, vielleicht deine Mitfahrer, Platz zum Schlafen oder ganz allgemein zum Leben im Fahrzeug – je kleiner der Wagen, desto stärker.
  • bedeutet mehr „psychologischen Ballast“: Du nimmst lauter Details aus deinem normalen Leben mit, die es dir schwerer machen, „on the Road“ eine echte, auch gedankliche, Auszeit vom Alltag zu genießen.
  • erschwert das Finden von einzelnen Gepäckstücken, das Verstauen solcher oder das abendliche Umräumen, um Schlafplätze zu schaffen.
    Und dabei sind wir noch gar nicht bei möglichen strafrechtlichen Risiken, die aus einem überladenen Fahrzeug resultieren können, wenn dich die Polizei anhält.

Unser Rat dagegen:
Sei so minimalistisch, als müsstest du jedes einzelne Stück auf dem Rücken tragen und nimm nur mit, was du wirklich definitiv benutzen wirst.

Belasse es bei einigen wenigen Basis-Kleidungsstücken, und selbst von diesen nur so viel, dass du einige Tage ohne Waschen auskommst. Etwas Frischwasser findest du spätestens an jeder Tankstelle. Zusammen mit einer Tube Reisewaschmittel gelingt dir der Rest innerhalb weniger Minuten.
Alles andere solltest du dagegen zuhause lassen. Du brauchst auf einem Roadtrip keinen Laptop, verschiedene Sportgeräte oder ein halbes Bücherregal. Um sowas mitzunehmen, bräuchtest du eher ein Wohnmobil – wobei der Urlaub in diesen großen Gefährten nicht mehr allzu viel mit einem klassischen Roadtrip gemein hat. Think light, act light heißt die Devise, damit du im Zweifelsfall jede Nacht in oder neben deinem Auto komfortabel schlafen kannst. Netter Nebeneffekt: Es verbleibt mehr Stauraum für Andenken an diesen Trip.

2. Die Temperaturen

 Wohnmobile und Caravans sind dafür ausgelegt, selbst bei extremeren Temperaturen (in beide Richtungen) benutzt zu werden. Wenn du dagegen mit einem anderen Fahrzeug den Roadtrip angehst, kann es speziell bei abgeschaltetem Motor (und somit Heizung und Klimaanlage) passieren, dass es etwas unangenehmer wird.
Generell solltest du deshalb deinen Roadtrip aus jahreszeitlicher Sicht so planen, dass dort, wo du reisen möchtest, halbwegs angenehme Temperaturen herrschen. Beispielsweise wäre ein winterlicher Roadtrip durch Schweden in einem nur leicht umgebauten Geländewagen wahrscheinlich eine ziemlich „coole“ Erfahrung.
Weiter solltest du zudem die Temperaturen in Sachen Kleidung und Schlafutensilien betrachten. Hier wissen erfahrene Roadtripper längst, dass es besser ist, sich immer Optionen für etwas wärmere und kühlere Momente offenzuhalten. Also nicht nur der Schlafsack, sondern auch eine Decke; nicht nur Shorts und Shirts, sondern auch eine kuschlige Fleece-Jacke für alle Fälle.
Dies musst du nicht zuletzt deshalb beachten, weil es bei herkömmlichen Fahrzeugen, die nicht konstruktiv für Übernachtungen eingerichtet sind, nötig ist, nachts etwas Belüftung durch leicht geöffnete Fenster zuzulassen. Andernfalls wird innen alles feucht und deine Sachen werden klamm.

3. Diverse Sicherheitsaspekte rund ums Fahrzeug

 Wenn einen das Roadtrip-Fieber gepackt hat, will man oftmals nur noch eines: schnellstmöglich weg. Allerdings wird dabei häufig das Thema Sicherheit nicht genügend bedacht – und mit Pech endet dann der Urlaub aus vermeidbaren Gründen im Nirgendwo.
Beachte dagegen bitte die folgenden Punkte:

  • Technik: Du solltest nur mit einem Fahrzeug reisen, das vorher eine professionelle große Inspektion erlebt hat. Erwähne bei der Auftragsvergabe unbedingt, dass damit ein Roadtrip ansteht.
  • Pannenschutz: Trotz Inspektion kann immer etwas kaputtgehen oder anderweitig passieren. Der universellste Schutz hiergegen ist ein Schutzbrief der Kfz-Versicherung. Dieser inkludiert nämlich sowohl klassische Pannendienste als auch Hilfe bei Unfällen und Diebstahl. Achte jedoch speziell bei Auslandsfahrten darauf, dass dort alles abgedeckt wird; das ist nicht automatisch bei allen Schutzbriefen der Fall.
  • Ladungssicherung: Falsche Beladung verschlechtert nicht nur das Fahrverhalten, sondern kann bei Unfällen zu einem zusätzlichen Problem werden – etwa, wenn sie verrutscht. Lies dich deshalb vorher in das Thema ein und lade vornehmlich nach Sicherheitsaspekten.
  • Diebstahlschutz: Wenn ein Blick genügt, um all deine mitgenommenen Besitztümer zu sehen, werden Diebe regelrecht angelockt. Roadtrip-Profis lassen dagegen alle hinteren Fenster blickdicht folieren. Dass dein Auto nachts grundsätzlich abgeschlossen sein sollte (selbst wenn du darin schläfst), versteht sich hoffentlich von selbst.

Zumindest, wenn es ins Ausland geht, empfehlen wir dir zudem dringend, zuvor Kopien von deinem Personalausweis, dem Reisepass und allen anderen wichtigen Papieren anzufertigen. Am besten als digitale Scans. Diese sendest du als E-Mails an dich selbst. So kannst du von jedem internetfähigen Gerät darauf zugreifen, wenn du die Zugangsdaten zum Mail-Konto auswendig kennst. Selbst im Extremfall, dass dein Auto mit komplettem Inhalt gestohlen wird.

4. Die Sache mit den Stellplätzen

Roadtripping bedeutet, dass du jede Nacht woanders verbringen möchtest – und das sicherlich nicht in Hotels oder ähnlichen Unterbringungsmöglichkeiten. Allerdings solltest du genau deshalb bereits zu Fahrtbeginn wenigstens einige Optionen zusammenhaben, wo das sein wird.
Denn prinzipiell gelten in vielen Ländern gewisse diesbezügliche Gesetze oder zumindest Vorgaben, speziell zum Thema Wildcamping. Hier musst du wirklich für jedes Reiseland einzeln prüfen, was dort geht und was verboten ist – selbst in Europa herrschen zahlreiche Unterschiede.
Einheitlich ist meistens nur, dass Privatgelände ausgeklammert ist. Was man dir darauf gestattet, ist immer rechtlich einwandfrei. Doch bereits auf öffentlichen Rastplätzen kann es völlig anders aussehen, selbst wenn eine einzige dort rastend verbrachte Nacht meistens gestattet ist. Du solltest deshalb immer genau wissen, was erlaubt ist, wenn du bei Sonnenuntergang den Blinker setzt, um es dir an einem schönen Flecken mit Aussicht für die Nacht gemütlich zu machen.

5. Neue Erfahrungen durch Experimente beim Einkauf

 Es gibt so manche Roadtripper und Camper, die sich von Ravioli-Dose zu international operierendem Schnellrestaurant durch verschiedene Länder „hangeln“, ohne nur ein einziges Mal die gewohnten Gefilde ihres Speiseplanes zu verlassen. Möchtest du das ebenfalls tun? Dann genieße es.
Sei dir allerdings bewusst, dass du auf diese Weise auf einen ganz erheblichen Teil des Roadtrip-Erlebnisses verzichtest. Denn Reisen geht natürlich auch durch den Magen. Das gilt selbst dann, wenn du dich nur zwischen Deutschlands schönsten Reisezielen bewegst. Bei uns gibt es schließlich ebenfalls eine regional sehr variationsreiche Küche.
Unsere dringende Empfehlung lautet deshalb, dass du an diesem Punkt ebenfalls etwas Mut beweisen solltest. Ganz gleich, ob es lokale Restaurants sind oder bloß Zutaten, die du dir in einem örtlichen Supermarkt kaufst, um dir selbst auf dem Campingkocher etwas zuzubereiten: Gehe das kleine Wagnis ein, das es bedeutet, in die lokale Küche hineinzuschnuppern.
Vielleicht wird nicht alles schmecken, vielleicht wirst du aber so manchen Genuss finden, der dir bislang völlig unbekannt war. Beides kannst du nur herausfinden, wenn du aktiv etwas Neues probierst. Und sind wir mal ehrlich: Du fährst doch nicht auf einen Roadtrip, um dort andauernd dieselben Sachen zu essen, die du zuhause vorgesetzt bekommst.

6. Die Navigation

 Die Magie eines Roadtrips, wenn man es so nennen will, lebt davon, jeden Augenblick der Reise bewusst zu genießen. Insofern unterscheidet sich diese Urlaubsform dramatisch vom artverwandten Camping:

  • Beim Camping geht es vielfach nur darum, von zuhause zu diversen Urlaubsorten zu gelangen. Angesichts der Größe vieler Fahrzeuge in diesem Metier meist über die schnellste Route – Autobahnen und autobahnähnlich ausgebaute Straßen.
  • Beim Roadtripping dagegen gehört die Fahrt selbst zum Urlaub dazu. Sie verläuft deshalb idealerweise sogar in einiger Entfernung zu solchen Schnellstraßen, weil man auf diesen kaum wirklich etwas von einer Region mitbekommt.

Du willst beispielsweise aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Prag. Im Wohnmobil würdest du dafür wahrscheinlich über A3, A6 und E50 fahren und wärst innerhalb weniger Stunden da. Auf einem Roadtrip hingegen würdest du über die fränkischen Landstraßen fahren, würdest durch Dörfer von Böhmerwald oder Erzgebirge rollen – und vielleicht einige Tage benötigen.
Angesichts dieses dramatischen Unterschieds ist es nötig, dass du das Thema Navigation anders angehst. Dazu drei Tipps:

  • Achte bei einem dedizierten Navigationsgerät unbedingt darauf, dass alle nötigen Kartensätze installiert und zudem brandaktuell sind.
  • Verlasse dich auf dem Handy nicht nur auf Google Maps oder Apple Karten, sondern habe immer eine alternative App in der Hinterhand – und sorge dafür, dass alle Karten offline verfügbar sind.
  • Besorge dir vor Fahrtbeginn analoge Papierkarten. Am besten topographische Wanderkarten im Maßstab 1:50.000 oder 1:25.000; notfalls als Ausdruck vom quelloffenen OpenTopoMap. Bedenke, dass Digitaltechnik vielleicht nicht immer zur Verfügung steht. Vor allem aber sieht man manches schöne Ziel erst dann, wenn man einige Minuten lang den suchenden Blick über eine herrlich altmodische Papierkarte schweifen lässt.

Zudem solltest du einen guten Rat annehmen: Definiere dir am besten höchstens ein Tagesziel und lass dich nicht direkt an jeden Ort navigieren. Lasse es zu, dich von deinem Bauchgefühl leiten zu lassen. Dich völlig zu verfahren ist schließlich unmöglich. Deshalb solltest du, wenn du ein gutes Feeling hast, ruhig mal abbiegen, statt den direkten Weg zu nehmen. Auf einem Roadtrip lohnt es sich meistens.

7. Die Sache mit dem Internet

Warum benötigst du auf einem Roadtrip Internet? Nun, auf der niedrigsten Basis ist die Connection mitunter zum Navigieren erforderlich. Aber vielleicht möchtest du ja zusätzlich mit deinen Lieben in Kontakt bleiben, willst darüber eine richtig gute Playlist zum Autofahren genießen. Nicht zuletzt ist das Netz oft für Übersetzungs-Apps und sonstige Helfer unterwegs nötig. Und vielleicht möchtest du ja abends vor dem Einschlafen einfach noch etwas fernsehen.
Nun gab es zwar vor ein paar Tagen die Meldung, dass Roaming-Gebühren innerhalb der EU weiterhin ausgesetzt bleiben. Allerdings ist es ebenfalls weiterhin möglich, dass dein Datenvolumen im Ausland reduziert wird. Angesichts dessen solltest du dir je nach Art deines Roadtrips überlegen, dir im jeweiligen Land (zusätzlich) eine Prepaid-SIM zu kaufen. Und zwar eine, bei der der Fokus auf maximalem Datenvolumen liegt. Prüfe jedoch zuvor, welcher der möglichen Anbieter dir dort, wo du unterwegs sein wirst, die beste Netzabdeckung offeriert.
Dazu noch ein weiterer Rat: Nur, weil du heute fast überall wenigstens halbwegs schnelles Internet zur Verfügung hast, bedeutet das noch lange nicht, dass du es auf einem Roadtrip ausschöpfen solltest. Wenn du andauernd auf Instagram und Konsorten unterwegs bist, besteht das ziemliche Risiko, zahlreiche magischen Momente der Reise zu versäumen – etwa ein simples Gespräch mit Einheimischen im Restaurant.

8. Dusche und Toilette unterwegs

 Im Wohnmobil und Wohnwagen führt man meistens eine zumindest taugliche „Nasszelle“ mit sich mit, die Toilette und Dusche umfasst. Wenn du deinen Roadtrip jedoch mit einem weniger fähigen Vehikel begehst, wirst du nicht umhinkommen, dir zuvor schon echte Gedanken um diese beiden menschlichen Notwendigkeiten zu machen.
Dazu einige praxistaugliche Tipps aus der Roadtripper-Szene:

  • Wenn du Mitglied bei einer größeren Fitnessstudio-Kette bist, kannst du typischerweise die Duschen in sämtlichen Filialen nutzen.
  • Nutze nicht die Toiletten auf öffentlichen Rastplätzen (die sind nämlich kostenpflichtig), sondern halte bei Schnellrestaurants.
  • Wenn du einmal gar nicht mehr weiterweißt, dann sind Bahnhöfe, Flughäfen und universitäre Sportanlagen meist eine sichere Wahl, teils sogar für Duschen.
  • Suche diese Orte dann auf, wenn sich eine günstige Gelegenheit bietet – nicht erst dann, wenn es schnell gehen muss.
  • Hab im Auto immer einen Kanister mit Frischwasser und eine Packung Baby-Feuchttücher. Beides reicht für deutlich mehr als nur eine „Katzenwäsche“ nach dem Aufstehen.

Mit diesen Maßnahmen solltest du deinen Trip gut überstehen, ohne in „hygienische Bedrängnis“ zu geraten. Und falls du deine Badesachen mitnimmst, sind natürlich Schwimmbäder und ähnliche Orte perfekte Anlaufstellen, um dich gleichzeitig im Nass zu entspannen als auch hinterher ordentlich zu duschen. Du wirst also definitiv nicht gezwungen sein, dich in Offroader-Manier mit Solarduschen und Mülltüten-basierten Toilettensitzen abzumühen.

9. Zeit- und Erlebnisverlust durch Fotosafaris

Wir leben in den 2020ern. Faktisch jeder Deutsche besitzt ein Handy, die meisten sogar ein Smartphone. Damit hat fast jeder eine ziemlich leistungsfähige Digitalkamera in der Tasche – mit genügend Speicherplatz, um tausende Fotos und hunderte Filmminuten aufzunehmen. Und vielleicht planst du ja sogar, auf deinem Roadtrip noch eine deutlich fähigere vollwertige Kamera mitzunehmen. Schließlich wäre es ja geradezu eine Schande, diese Reise nicht vollumfänglich fotografisch festzuhalten – oder?
Nun, tatsächlich ist dieser Punkt ziemlich kniffliger Natur und weit davon entfernt, eindeutig zu sein. Beginnen wir an der Basis: Jedes einzelne Foto und Video, das du erstellst, raubt dir etwas Zeit. Addiere das auf den gesamten Urlaub und du verbringst arg viele Minuten damit, nur auf einen Bildschirm zu schauen und irgendwelche Parameter zu justieren.
Schon aus diesem Grund ist es nicht ganz ratsam, den Roadtrip als riesige Fotosafari anzugehen. Wir liefern dir jedoch noch weitere gute Gründe:

  • Wenn du Orte nur nach ihrer „Fotografierbarkeit“ oder „Instagramability“ aussuchst, wirst du höchstwahrscheinlich nur einige ziemliche Touristenziele zu sehen bekommen. Denn leider wird dich dein Wunschdenken vornehmlich zu solchen Orten leiten.
  • Je nach Charakter wirst du dazu verleitet, viele Fotos und Videos sofort zu versenden oder zu posten. Das kostet weitere Zeit. Vor allem aber nimmt es dir die Einzigartigkeit der Momente.
  • Du bekommst viele wunderbare Dinge nur durch den Filter der Kameralinse mit. Du engst also sozusagen deinen Blick ein – nicht gut, wenn du eigentlich deshalb auf einen Roadtrip gehst, um möglichst viel zu erleben.

Solltest du deshalb die Kamera am besten ganz stecken lassen? Vielleicht. Auf jeden Fall würdest du dadurch viele wundervolle Erlebnisse als solche in Erinnerung behalten, nicht bloß als Fotos. Wir wissen jedoch, dass das vielfach nicht geht.
Deshalb ein Rat: Wenn du einen schönen Ort gefunden hast, mach am Anfang ein paar Fotos, packe dann aber die Kamera wieder weg und konzentriere dich darauf, alles mit deinen eigenen Augen und den anderen Sinnen zu erleben. Und ins Netz stellen, beziehungsweise versenden kannst du das Material noch am Ende deines Urlaubs.

10. Das Schlechtwetter-Tagesziel

Wahrscheinlich wirst du einen Roadtrip tendenziell eher im Sommerhalbjahr angehen – zumindest für Anfänger wäre das sehr ratsam. Dennoch sollest du niemals davon ausgehen, mehrere Tage lang nur schönes Wetter genießen zu können. Es wird vielleicht auch richtig hässliche Regentage geben. Solche, an denen schon das Fahren an sich keinen Spaß mehr macht.
Dann solltest du bloß nicht den Fehler begehen, schnurstracks das Endziel des jeweiligen Tages oder gar ein Hotel oder ähnliches anzusteuern. Dann wäre dieser Tag ebenso verloren wie alles, was du normalerweise am Weg gesehen hättest. So ist es deutlich besser:

  • Mach dir jeweils am Vorabend die Mühe, einen oder zwei Orte entlang der nächsten Tagesetappe zu bestimmen, die du bei richtig schlechtem Wetter ansteuern könntest. Vielleicht ein Museum, ein Schwimmbad oder etwas Vergleichbares. Kein Must-See, aber eine schöne Alternative für den Fall der Fälle.
  • Sorge in deinem Auto unbedingt dafür, dass du es darin gemütlich aushalten kannst, falls das Wetter danach immer noch schlecht bleiben sollte. So kannst du beispielsweise nur mit einer Plane und zwei Stöcken und etwas Schnur hinter dem offenen Kofferraumdeckel ein Vorzelt errichten, bist also nicht darauf angewiesen, nur auf deinem Nachtlager zu liegen.

Sicherlich ist es deshalb nicht die schlechteste Idee, wenn sich in deinem Reisegepäck auch Regenschutzbekleidung findet. Du möchtest dir noch nicht von Regen einen Teil deines Roadtrips ruinieren lassen, oder?

Bilder

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Über die Autorin
Laura Schulze

Ich liebe das Reisen! Ganz gleich, ob ins australische Outback, zu den Fjorden von Norwegen oder Städtetrips in den schönsten Metropolen der Welt wie Paris, Singapur, Barcelona oder New York unternehme - ich schreibe euch meine besten Tipps nieder, damit auch eure Reise zu einem ganz besonderen Highlight wird.

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Steffen von Loving Travel

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