
Wohnmobil mieten USA Westküste: Route, Kosten & Tipps für 2026

Die Westküste der USA zählt für mich zu den schönsten Regionen, in denen ich bisher mit dem Camper unterwegs war. Straßen wie der Highway 1 entlang der kalifornischen Küste sind einfach traumhaft: Links der Pazifik, rechts Klippen, Eukalyptuswälder, manchmal ein einsamer Leuchtturm. Und ich habe sie inzwischen in beide Richtungen gefahren – sowohl mit dem Wohnmobil als auch mit dem Mietwagen.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du die Route planst, was sie wirklich kostet, welche Campingplätze du unbedingt buchen musst – und wo die meisten Reisenden Fehler machen.
Und na klar: Wie und wo du am besten dein Wohnmobil an der Westküste mieten kannst!
Inhaltsverzeichnis
Toggle🗺️ Die klassische Westküsten-Route im Überblick
Die Westküste zwischen Los Angeles und San Francisco ist die Kernroute – aber sie ist nur der Anfang. Je nach verfügbarer Zeit kannst du sie kompakt in 10 Tagen abfahren oder auf 3–4 Wochen ausdehnen, wenn du die Nationalparks im Inland dazunimmst.
Die Route hat zwei natürliche Richtungen. Ich erkläre dir beide – und warum ich persönlich lieber nordwärts fahre.
San Francisco → Los Angeles: Südwärts (empfohlene Richtung)
Warum südwärts? Weil du auf dem Highway 1 in Richtung Süden auf der rechten Seite fährst – also direkt auf der Ozeanseite. Die spektakulärsten Aussichtspunkte, die Pull-outs an den Klippen, die kleinen Buchten: sie liegen alle auf deiner Seite. Du fährst rein, ohne Gegenverkehr zu kreuzen. Das ist kein marginaler Unterschied – es ist der Unterschied zwischen einem spontanen Stopp und einem komplizierten Wendemanöver in einem 8-Meter-Wohnmobil.
Dazu: Nachmittags hast du die Sonne im Rücken statt im Gesicht – das Licht auf dem Pazifik ist nachmittags ohnehin am besten.
Etappenplan: San Francisco → Los Angeles (14 Tage)
Auf dem Smartphone kannst du die Tabelle nach rechts und links swipen 👇 Und hier habe ich dir die Route als Google Maps erstellt.
Etappe | Strecke | Highlight | Übernachtung |
|---|---|---|---|
Tag 1–3 | San Francisco | Golden Gate, Alcatraz, Fisherman's Wharf, Mission District | Hotel in San Francisco (kein Campingplatz sinnvoll) |
Tag 4 | Optional: Marin Headlands / Point Reyes | Tennessee Valley Trail, Point Reyes Lighthouse | Pantoll / Point Reyes Campground |
Tag 5 | SF → Santa Cruz | Half Moon Bay, Pacifica Cliffs, Boardwalk | New Brighton State Beach |
Tag 6 | Santa Cruz → Monterey & Carmel | 17-Mile Drive, Cannery Row, Monterey Bay Aquarium | Laguna Seca Recreation Area |
Tag 7–8 | Monterey → Big Sur | Bixby Bridge, McWay Falls, Pfeiffer Beach | Kirk Creek / Pfeiffer Big Sur |
Tag 9 | Big Sur → San Simeon | Elephant Seal Vista Point, Hearst Castle | San Simeon State Park |
Tag 10 | San Simeon → Pismo Beach | Monarch Butterfly Grove (Okt–Feb) | Pismo Beach Oceano Campground |
Tag 11 | Pismo Beach → Santa Barbara | Paso Robles Weinregion (Abstecher), Mission Santa Barbara | Cachuma Lake (State Park) |
Tag 12 | Santa Barbara → Malibu | State Street, El Matador Beach | Malibu Creek State Park |
Tag 13–14 | Malibu → Los Angeles | Rückgabe Wohnmobil, 1–2 Tage LA |

San Francisco mit Camper?
San Francisco ist keine Wohnmobil-Stadt. Parken ist ein Albtraum, Campingplätze sind weit draußen. Gib lieber dein Wohnmobil an der Station in South San Francisco oder Oakland ab und genieße die Stadt 2–3 Tage per ÖPNV oder Mietwagen. Die meisten Vermieter haben Stationen in der Bay Area.
San Francisco → Los Angeles: Südwärts (für Rückflüge aus LA)
Wenn dein Rückflug aus Los Angeles geht, ist Südwärts die logische Richtung. Du fährst dann auf der rechten Seite – die Ausblicke sind etwas weniger direkt, aber immer noch grandios. Der Vorteil: Du hast nachmittags die Sonne im Rücken statt im Gesicht.
Abweichung zur Nordroute: In Richtung Süden empfehle ich, von San Luis Obispo einen Abstecher ins Inland zu machen – durch die Central Valley Wine Country (Paso Robles) zurück an die Küste. Das bricht die reine Küstenroute angenehm auf und die Weinregion ist in keinem deutschen Reiseführer prominent.
Die erweiterte Westküsten-Route: 3–4 Wochen
Wer mehr Zeit hat, fährt nicht nur den Highway 1 – sondern kombiniert die Küste mit den Nationalparks im Inland. Die Klassiker:
Los Angeles als Basis für den Südwesten: Von LA aus ist der Südwesten in 1–2 Fahrstunden erreichbar. Viele Reisende kombinieren: LA → Joshua Tree → Death Valley → Las Vegas → Zion → Grand Canyon → zurück nach LA (ca. 10–14 Tage) – entweder als Einstieg vor der Küstenroute oder als Abschluss danach.
San Francisco als Basis für Nordkalifornien: Nördlich von San Francisco wird es deutlich ruhiger. Muir Woods → Point Reyes → Mendocino → Avenue of the Giants (Redwoods) → Crater Lake (Oregon) – das ist für erfahrene USA-Reisende, die den Highway 1 schon kennen und etwas abseits der ausgetretenen Pfade wollen.
Yosemite als Abstecher: Wenn du die Westküste fährst und Yosemite auslässt, machst du einen Fehler. Der Park liegt ca. 4–5 Stunden von San Francisco entfernt und lässt sich bei der Routenplanung super als Abschluss vor der Rückgabe oder als eigenständiger Block von 2–3 Tagen einbauen. Ganz wichtig – buche deinen Campground über recreation.gov mindestens 5 Monate im Voraus!
Hier findest du alle meine USA Roadtrips.
🚐 Das richtige Wohnmobil für die Westküste
Die Westküste stellt besondere Anforderungen an das Fahrzeug. Der Highway 1 ist in Teilen schmal, kurvenreich und hat in Big Sur kaum Ausweichmöglichkeiten. Gleichzeitig willst du am Abend komfortabel stehen.
Campervan vs. Class C – was passt besser?
Auf der Westküste ist das die relevanteste Fahrzeugentscheidung überhaupt.
Der Campervan ist auf dem Highway 1 klar im Vorteil: leichter zu manövrieren auf engen Serpentinen, leichter zu parken an den kleinen Aussichtsbuchten, günstiger in der Miete. Wenn du zu zweit reist und Komfort keine Priorität ist, ist der Campervan die bessere Wahl für diese spezifische Route.
Der Class C bietet mehr Wohnkomfort, mehr Stauraum und mehr Schlafplätze – ideal für Familien oder wenn ihr zu dritt oder viert unterwegs seid. Auf dem Highway 1 brauchst du etwas mehr Konzentration beim Fahren, aber es ist definitiv machbar. Ich habe die Route selbst mit einem Class C (26 Fuß) gefahren – ohne Probleme, nur langsamer als andere.
Meine Empfehlung:
- Zu zweit, Fokus auf Küste und Flexibilität → Campervan (Escape Campervans, Mighty, Travellers Autobarn)
- Zu dritt/viert, oder Komfort wichtig → Class C mittel (24–27 Fuß)
- Familie mit Kindern → Class C groß (27–30 Fuß), aber Yosemite-Talroute vorher auf Längenbeschränkung prüfen
Mietstationen: Die wichtigsten Startorte
Auf dem Smartphone kannst du die Tabelle nach rechts und links swipen 👇
Stadt | Anbieter vor Ort | Flughafen | Anmerkung |
|---|---|---|---|
Los Angeles (LAX) | Cruise America, El Monte, Road Bear, Escape | LAX | Größtes Stationsangebot der Westküste |
San Francisco (SFO/OAK) | Cruise America, El Monte, Road Bear | SFO / OAK | Stationen in South SF und Oakland |
San Diego | Cruise America, El Monte | SAN | Guter Startpunkt für Route 66 Südroute |
Las Vegas | Cruise America, El Monte, Road Bear | LAS | Ideal für Südwesten-Kombi-Route |
Mein Tipp: One-Way LA → SF (oder umgekehrt) ist bei Cruise America die günstigste Kombination auf der Westküste – die Einweggebühr liegt meist unter 200 USD, weil viele ihren Roadtrip zwischen diesen beiden Städten machen!
💰 Was kostet die Westküste mit dem Wohnmobil?
Ich zeige dir ein realistisches Beispiel-Budget für 14 Tage auf der Westküste – für zwei Personen, Schulterzeit (Oktober), Class C (Cruise America C-25, LA → SF One-Way).
Beispiel-Budget: 14 Tage für 2 Personen (Oktober)
Das ist ein realistisches Budget – kein Luxustrip, aber auch kein Schlafsack-Spartrip. Wenn du in der Nebensaison reist (November bis März), sparst du bei Miete und Flug ca. 600–800 € gesamt.
Kostenposition | Standard-Trip |
|---|---|
Flug Frankfurt → LA, Rückflug SF → Frankfurt (2 Pers.) | 1.100 € |
Wohnmobilmiete (14 Tage, C-25) | 1.350 € |
Meilenpaket (2.000 Meilen, reicht gut für die Route) | 260 € |
One-Way-Gebühr LA → SF | 150 € |
Versicherung (CDW + SLI) | 380 € |
Küchenset, Bettwäsche | 130 € |
Campinggebühren (11 Nächte Camping + 3 Nächte Hotel SF) | 750 € |
Lebensmittel (selbst kochen, gelegentlich Restaurant) | 550 € |
Tanken (ca. 2.000 km × 22 l/100 km × 0,90 €/l) | 400 € |
Eintritt Nationalparks & Attraktionen | 400 € |
Puffer / Sonstiges | 200 € |
Gesamt | ca. 5.670 € |
Pro Person | ca. 2.835 € |
Campingplätze entlang der Route – Preise & Verfügbarkeit
Die Campingplatz-Kosten auf der Westküste schwanken stark – von kostenlos (Boondocking auf National Forest Land nördlich von San Francisco) bis zu 75 USD/Nacht für einen Full-Hook-up-Platz in Monterey.
Auf dem Smartphone kannst du die Tabelle nach rechts und links swipen 👇
Kostenposition | Preis/Nacht | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
State Park Campground (CA) | 35–55 USD | Buchbar über reservecalifornia.com |
Nationalpark (Yosemite, etc.) | 36–50 USD | recreation.gov, 5–6 Monate im Voraus |
KOA / Private Campgrounds | 55–80 USD | Meist kurzfristiger buchbar |
Boondocking (NF / BLM) | kostenlos | Kein Hook-up, aber oft traumhafte Lage |

⚠️ Wichtig
Für kalifornische State Parks buchst du nicht über recreation.gov, sondern über reservecalifornia.com. Das System öffnet Buchungen ebenfalls genau 6 Monate im Voraus – für beliebte Plätze in Big Sur (Kirk Creek, Pfeiffer Big Sur) bedeutet das: Stichtag im Kalender eintragen und pünktlich um Mitternacht buchen.
🏕️ Die besten Campingplätze entlang der Westküste
Diese Campgrounds kann ich dir empfehlen:
Malibu Beach RV Park

Der Malibu Beach RV Park ist einer schönsten Campingplätze, die ich bei meinen Touren an der Westküste erlebt habe. Das Foto hier 👆 und das Artikelbild sind entstanden, als wir auf dem Dach von unserem Wohnmobil saßen – was für eine Aussicht! Denn der Park liegt direkt am Pacific Coast Highway – und auf der anderen Straßenseite ist der Pazifik.
Die Lage macht ihn zu etwas Besonderem: Du bist noch mitten in der Natur, aber Los Angeles ist nur 30–40 Minuten entfernt. Perfekt für alle, die das Wohnmobil in LA abgeben und davor noch einen letzten Strandabend genießen wollen.
Die Ausstattung ist gut: Full Hook-up (Strom, Wasser, Abwasser), Duschen, direkte Strandpassage. Preise liegen in der Hauptsaison bei ca. 80–110 USD pro Nacht – für die Lage absolut gerechtfertigt.
Buchung über die offizielle Website direkt, rechtzeitig reservieren – die Strandplätze sind begehrt und in der Sommersaison schnell vergriffen.
Big Sur: Kirk Creek Campground
Kirk Creek ist mein absoluter Lieblingsplatz auf der gesamten Westküste. Er liegt direkt am Highway 1, keine 30 Meter vom Klippenrand entfernt – und von deinem Stellplatz aus schaust du direkt auf den Pazifik. Nachts hörst du die Wellen.
Der Platz gehört zum Los Padres National Forest und hat keine Duschen, keinen Strom. Dafür 33 Stellplätze mit dieser unfassbaren Lage, einen kurzen Trail hinunter zum Strand und nächtliche Stille, die du in Deutschland kaum findest.
Buchung über recreation.gov, 6 Monate im Voraus. Die Plätze sind an Wochenenden im Sommer und Herbst schnell vergriffen.
Big Sur: Pfeiffer Big Sur State Park
Der größte und beliebteste Campingplatz in Big Sur – mit Duschen, Strom-Hook-up und einer Lage mitten im Redwood-Wald direkt am Big Sur River. Weniger dramatisch als Kirk Creek, aber deutlich komfortabler.
Ideal für Familien oder alle, die nach ein paar Nächten ohne Hook-up wieder Duschen und Strom wollen. Buchung über reservecalifornia.com.
Point Reyes: Campgrounds im National Seashore
Point Reyes nördlich von San Francisco ist einer der am meisten unterschätzten Orte Kaliforniens. Küstenprärie, Herden von Tule Elks, Klippen mit Blick auf den Pazifik, der Point Reyes Lighthouse – und vier walk-in Campgrounds, die zu den schönsten der gesamten Westküste gehören.
Achtung: Die Point-Reyes-Campgrounds sind nicht mit dem Wohnmobil direkt erreichbar – du parkst das Fahrzeug auf einem Parkplatz und trägst dein Gepäck kurze Strecken. Für eine Nacht lohnt sich das absolut. Buchung über recreation.gov.
Marin Headlands: Kirby Cove Campground
Dieser Platz ist ein echter Geheimtipp: Du stehst in einem kleinen Eukalyptushain direkt an der Bucht, mit direktem Blick auf die Golden Gate Bridge. San Francisco leuchtet nachts am Horizont. Es gibt 4 Stellplätze, die Zufahrtsstraße ist eng – aber mit einem Campervan problemlos machbar, mit einem Class C knapp, aber möglich.
Buchung über recreation.gov – die 4 Plätze sind für ein so nahe an San Francisco gelegenes Highlight erstaunlich gut verfügbar, weil kaum jemand davon weiß.
Yosemite: Upper Pines Campground
Wenn du Yosemite mit dem Wohnmobil besuchst, ist Upper Pines der beste Campingplatz im Tal – mit Strom-Hook-up, Nähe zu den wichtigsten Trailheads und einer Lage, bei der du morgens auf den Half Dome schaust.
Buchung: recreation.gov, exakt 5 Monate im Voraus (Buchungsfenster rollt täglich fort). Sommerwochenenden sind in Sekunden ausgebucht. Für Wochentage im September oder Oktober stehen die Chancen besser.

⚠️ Wichtig
Yosemite Valley hat für die Hauptsaison ein Reservierungssystem für die Einfahrt mit dem eigenen Fahrzeug (Timed Entry). Dieses System gilt auch für Wohnmobile. Ohne Einfahrtreservierung kommst du nicht ins Tal.
Infos und Buchung auf https://nps.gov/yose.
📅 Beste Reisezeit für die Westküste
Die Westküste hat das ganze Jahr über ein angenehmes Klima – aber je nach Ziel und Anspruch gibt es klare Favoriten.
März bis Mai – der unterschätzte Frühling: Die Besucherzahlen sind noch moderat, die Preise niedriger als im Sommer und die Landschaft nach den Winterregen sattgrün. Bixby Bridge ohne 50 andere Wohnmobile im Bild. Big-Sur-Wasserfälle auf dem Höhepunkt. Temperaturen in Küstennähe: angenehme 15–20 °C.
Juni bis August – Hochsaison mit Kompromissen: Die meisten Deutschen reisen in diesen Monaten – wegen der Schulferien. Das Wetter ist zuverlässig, die Nationalparks sind voll, die Campingplätze teuer und früh ausgebucht. Coastal Fog (Küstennebel) ist an der Bay Area von Juni bis August häufig – San Francisco kann sich wochenlang in Nebel hüllen, während 30 Minuten Autofahrt ins Inland Sonnenschein bedeuten.
September bis Oktober – mein persönlicher Favorit: Der beste Monat für die Westküste ist Oktober. Der Sommernebel ist weg, die Touristenmassen auch, die Temperaturen perfekt (20–25 °C) und das Licht für Fotos goldener als zu jeder anderen Zeit. In Nordkalifornien beginnen die ersten Herbstfarben. Ich fahre, wann immer möglich, im Oktober.
November bis Februar – für Entdecker: Die Küste ist im Winter ruhig, grün und oft überraschend sonnig. Big Sur ist fast menschenleer. Aber: Manche Campingplätze haben eingeschränkte Öffnungszeiten, und Sturmsysteme können den Highway 1 tagelang sperren. Für spontane Entdecker ohne festes Programm kann das trotzdem wunderbar sein.
💡 Unsere Tipps für den Highway 1 mit dem Wohnmobil
Nach mehreren Fahrten auf dem Highway 1 – sowohl nordwärts als auch südwärts – habe ich ein paar Dinge gelernt, die in keinem Reiseführer stehen.
Plane weniger Kilometer als du denkst. Der Highway 1 ist offiziell nicht lang – von LA nach San Francisco sind es etwa 600 Kilometer. Aber die Fahrt dauert trotzdem 8–10 Stunden reine Fahrzeit, wenn du direkt durchfährst. In der Realität fährst du 2–3 Stunden, hältst 30 Minuten an einem Aussichtspunkt, fährst weiter, hältst wieder an. Plane 3–4 Stunden reine Fahrt pro Tag – mehr ist Zeitverschwendung auf dieser Strecke.
Tanke, bevor du Big Sur erreichst. Zwischen Hearst Castle und Carmel gibt es über 100 Kilometer kaum Tankstellen. Mit einem Wohnmobil und seinem Verbrauch ist das relevant. In San Simeon vollgetankt, und nach Big Sur bist du entspannt. Hab ich beim ersten Mal nicht gemacht und habe mehr auf die roten Anzeige im Camper geschaut, also auf die Landschaft!
Der Nebel in Big Sur ist oft morgens. Starte früh, dann hast du oft blauen Himmel. Bis 10 Uhr ist die Küste häufig wolkenverhangen, danach reißt es oft auf. Für Fotos: Magic Hour kurz nach Sonnenaufgang ist unschlagbar.
Manche Abschnitte des Highway 1 sind gesperrt. Felsstürze und Erdrutsche sperren einzelne Abschnitte des Highway 1 regelmäßig, manchmal für Monate. Informiere dich kurz vor der Abreise über den aktuellen Streckenzustand auf dot.ca.gov. Alternativen führen über den US-101 ins Landesinnere – weniger schön, aber problemlos fahrbar.
Bixby Bridge: früh morgens oder spät abends. Die bekannteste Brücke Kaliforniens ist zu Stoßzeiten von Fotografen und Touristen belagert. Um 7 Uhr morgens bist du alleine.
Pfeiffer Beach: Den richtigen Abbieg finden. Die Zufahrt zum Pfeiffer Beach ist absichtlich nicht ausgeschildert – nur eine kleine Tafel am Highway, die du auf 60 km/h leicht übersiehst. Koordinaten vorab speichern: 36.2395° N, 121.8136° W. Der violett schimmernde Sand ist den kleinen Umweg absolut wert. Achtung: Die Zufahrtsstraße ist eng – mit einem Class C C-30 würde ich es nicht versuchen, mit einem C-25 ist es machbar.

Alle Infos zur allgemeinen Planung, Versicherung, Führerschein und Anbieter-Vergleich findest du in unserem großen Ratgeber: Wohnmobil USA mieten: Der komplette Guide.
❓ Häufige Fragen: Wohnmobil mieten USA Westküste
Wie lange sollte ich für die Westküste einplanen?
Für die reine Küstenroute LA–SF brauchst du mindestens 10 Tage, um nicht zu hetzen. Ideal sind 14 Tage – das gibt dir Zeit für Abstecher ins Inland (Yosemite, Joshua Tree) und für spontane Pausen. Mit 3–4 Wochen kannst du die gesamte Westküste von San Diego bis nach Oregon fahren.
Ist der Highway 1 für Wohnmobile geeignet?
Ja – aber mit Einschränkungen. Wohnmobile bis 27 Fuß fahren problemlos. Größere Fahrzeuge (30 Fuß+) sollten vorher prüfen, ob einzelne Abschnitte Längenbeschränkungen haben. Der engste Abschnitt liegt in Big Sur rund um den Pfeiffer-Big-Sur-Bereich. Campervan-Fahrer haben die meiste Flexibilität.
Wo gebe ich das Wohnmobil ab, wenn mein Rückflug aus SF geht?
Die meisten großen Vermieter (Cruise America, El Monte, Road Bear) haben Stationen in South San Francisco, Oakland oder San Jose. Shuttle-Service zum Flughafen ist oft inkludiert oder günstig buchbar. Frage bei der Buchung explizit nach der nächstgelegenen Station zum SFO.
Brauche ich eine Einfahrtreservierung für die Nationalparks?
Für Yosemite in der Hauptsaison (Mai–Oktober): Ja, zwingend. Für Joshua Tree und die meisten anderen Parks auf der Westküste: aktuell kein generelles Reservierungssystem, aber die beliebten Campingplätze sind reservierungspflichtig. Immer auf der jeweiligen Park-Website prüfen, da sich die Systeme jährlich ändern können.
Was kostet das Wohnmobil mieten an der Westküste?
Für 14 Tage (Schulterzeit, Class C) kannst du mit 1.200–1.600 € für die reine Fahrzeugmiete rechnen – ohne Versicherung, Meilenpaket und Extras. In der Hauptsaison liegt der Preis bei 1.600–2.200 €. Günstigere Optionen bieten Campervan-Anbieter wie Escape Campervans ab ca. 700–900 € für 14 Tage.
Lohnt sich eine One-Way-Miete LA → SF?
Fast immer ja. Der Preisaufschlag für One-Way auf dieser spezifischen Strecke ist bei Cruise America moderat (meist 100–200 USD), weil der Fahrzeugfluss zwischen beiden Städten ausgeglichen ist. Du vermeidest die Doppelstrecke und kannst die Küste in eine Richtung genießen – das ist deutlich entspannter als Hin und Rückfahrt.
Steffen
Ich bin ein absoluter Reise-Begeisterter und möchte dir hier helfen, einen wunderbaren Urlaub zu haben – und dass du mit vielen unvergesslichen Erlebnissen zurück kommst. Ganz viel Reise-Inspiration von mir gibt es regelmäßig auf meinem YouTube-Kanal und in meinem wöchentlichen Newsletter.
Du nutzt leider einen veralteten Browser, den du auch aus Sicherheitsgründen dringend wechseln solltest. Bitte nutze einen anderen Browser, zum Beispiel Firefox, Chrome oder den Microsoft Edge.
Wir sehen uns dann gleich nach im anderen Browser – wir freuen uns auf dich und haben viel Reiseinspiration vorbereitet!
Steffen von Loving Travel
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen