
Wohnmobil mieten Schweden: Anbieter, Kosten & Tipps für 2026 (aktualisiert)

Schweden ist ein sensationell schönes Reiseziel: Endlose Wälder, günstige Campingplätze und eine Anreise, die schon ab 45 Euro möglich ist.
Hier bekommst du alles, was du für deine Wohnmobil-Reise durch Schweden brauchst: Welcher Anbieter aktuell wirklich empfehlenswert ist, was die Reise wirklich kostet – und was Elche mit deiner Urlaubsplanung zu tun haben.
Inhaltsverzeichnis
Toggle⚠️ Wichtig zuerst: SkandiTrip ist insolvent
Bevor wir zu den Routen kommen, ein Hinweis, der gerade in 2026 für fast jeden relevant ist, der nach einem Wohnmobil in Schweden sucht: SkandiTrip ist im November 2025 insolvent gegangen.
SkandiTrip war bis dahin einer der bekanntesten Direktvermieter in Schweden – mit Stationen in Stockholm, Göteborg und Luleå, Premium-Fahrzeugen und 30 Jahren Erfahrung. Viele Artikel im Netz empfehlen SkandiTrip noch immer. Buche dort nicht.
Wer bereits eine Buchung bei SkandiTrip hatte, sollte prüfen, ob eine Reiserücktrittsversicherung greift oder ob eine Kreditkartenrückbuchung möglich ist.
Die guten Nachrichten: Der schwedische Markt hat genug solide Alternativen. Ich zeige sie dir unten.
🚐 In Deutschland oder Schweden mieten – was lohnt sich?
Diese Frage stellt sich bei Schweden anders als bei Norwegen. Denn die Anreise ist schlicht günstiger und einfacher – das verändert die Rechnung deutlich.
Der Unterschied zu Norwegen
Bei Norwegen ist die Fähre Kiel–Oslo schon eine Investition von 500 € oder mehr. Bei Schweden kommst du mit der Fähre nach Trelleborg oder Malmö schon ab 45 € einfach (Nebensaison, kleines Wohnmobil) – und selbst in der Hochsaison bleibt es bei 150–300 €. Alternativ fährst du über die Öresundbrücke, die bei einem Wohnmobil bis 6 Meter knapp 70 € kostet.
Das bedeutet: Die Eigenanreise mit gemietetem Fahrzeug aus Deutschland lohnt sich für Schweden früher als für Norwegen – schon ab ca. 10 Tagen Reisedauer.
(Mehr Details findest du in meinem aktualisierten Artikel Wohnmobil mieten Norwegen)
Kostenvergleich: In Deutschland oder in Schweden mieten?
Rechenbeispiel: 2 Personen, 14 Tage, Wohnmobil Mittelklasse, Juni.
Wenn du dir das auf dem Smartphone anschaust: Du kannst nach rechts und links wischen in der Tabelle, um alles zu sehen 👇
Kostenposition | Miete in Deutschland | Miete in Schweden |
|---|---|---|
Flug nach Schweden (2 Pers.) | - | 300–500 € |
Wohnmobilmiete (14 Tage) | 1.100–1.400 € | 1.400–1.900 € |
Anreise Fähre (z.B. Rostock–Trelleborg, Hin+Rück) | 200–500 € | - |
Alternativ: Landweg Öresundbrücke (Hin+Rück, bis 6 m) | 140 € | - |
Bettwäsche / Extras | 0 € (mitgebracht) | 60–100 € |
Gesamt (Fähre) | ca. 1.400–1.900 € | ca. 1.760–2.500 € |
Gesamt (Öresundbrücke) | ca. 1.240–1.540 € | ca. 1.760–2.500 € |
Das Ergebnis ist klarer als bei Norwegen: Für die meisten deutschen Reisenden ist es günstiger und einfacher, ein Wohnmobil in Deutschland zu mieten und selbst nach Schweden zu fahren. Besonders über die Öresundbrücke – die Fahrt von Hamburg nach Malmö dauert unter 4 Stunden.
Wann lohnt sich Mieten in Deutschland?
- Du wohnst in Deutschland, Österreich oder der Schweiz – eigentlich immer sinnvoll
- Du reist 10 Tage oder länger
- Du willst eigene Bettwäsche, Ausrüstung und Lebensmittel mitbringen
- Du fährst gerne selbst – Dänemark und die Öresundbrücke sind schon ein Erlebnis
Wann lohnt sich Mieten in Schweden?
- Du willst einen sehr kurzen Trip (unter 10 Tagen) und die Anreise kostet zu viel Zeit
- Du kommst aus weit entfernten Regionen und fliegst ohnehin
- Du willst gezielt Lappland erkunden und fliegst direkt nach Luleå oder Umeå
Mein Tipp: Die Fähre Rostock–Trelleborg von Stena Line dauert ca. 7–8 Stunden – du kannst abends einsteigen und morgens ausgeruht in Schweden ankommen. Das kostet in der Nebensaison ab ca. 100 € für Wohnmobil + 2 Personen. Günstigste und komfortabelste Anreise für Nordost-Deutschland.
Anreise: Fähre oder Landweg über die Öresundbrücke?

Direkte Fährverbindungen nach Schweden:
Route | Anbieter | Dauer | Preis (ca., einfach, WoMo + 2 Pers.) |
|---|---|---|---|
Rostock → Trelleborg | Stena Line & TT-Line | ca. 7–8 h | 100–250 € |
Travemünde → Trelleborg | Stena Line & TT-Line | ca. 9 h | 120–280 € |
Kiel → Göteborg | Stena Line | ca. 14 h | 150–350 € |

Landweg über Dänemark: Hamburg → Kopenhagen → Öresundbrücke → Malmö: ca. 4 Stunden Fahrzeit, Öresundbrücke ca. 61–139 € je nach Fahrzeuglänge (einfach). Für Wohnmobile über 10 Meter können die Kosten höher sein.

Mein Tipp
Wer aus Hamburg (wie ich) oder Schleswig-Holstein kommt, fährt über Rügen–Trelleborg oder Rostock–Trelleborg. Wer aus dem Westen kommt, nimmt den Landweg über die Öresundbrücke.
Für Reisende aus Süddeutschland lohnt sich die Überlegung, das Wohnmobil direkt in Schweden zu mieten – oder eine Zwischennacht in Dänemark einzuplanen.
🏆 Die besten Anbieter in Schweden im Vergleich
Nach der SkandiTrip-Insolvenz hat sich der Markt etwas verändert. Das sind die Anbieter, die aktuell zuverlässig buchbar sind.
Anbieter-Vergleich auf einen Blick
Hier habe ich dir die wichtigsten Anbieter in einer kompakten Tabelle zusammengestellt:
Anbieter | Meine Empfehlung | McRent / Rent Easy | Roadsurfer | Touring Cars | MyCamper |
|---|---|---|---|---|---|
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Preisniveau
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Preisniveau | mittel | mittel | mittel | premium | günstig |
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Vermittler
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Vermittler | |||||
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Alter der Fahrzeuge
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Alter der Fahrzeuge | variabel | ||||
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Stationen
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Stationen | Stockholm, Göteborg | Stockholm, Göteborg | Stockholm (Area) | Stockholm, Lappland | überall |
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Sprache Buchung
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Sprache Buchung | 🇩🇪 | 🇩🇪 | 🇩🇪 | 🇩🇪 | 🇩🇪 / 🇸🇪 |
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Empfehlung für ...
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Empfehlung für ... | Erstbucher, Sicherheit | Erstbucher, Sicherheit | Komfort, bekannte Marke | Premium, Nordschweden | Erfahrene, Budget |
TUI Camper – der sichere Einstieg für Erstbucher
TUI Camper ist kein Direktvermieter – das ist der erste wichtige Punkt. TUI betreibt keine eigenen Fahrzeuge, sondern vermittelt als Buchungsplattform an geprüfte Partnervermieter. Für Schweden sind das vor allem McRent und Easy Rent, beide zur selben Unternehmensgruppe gehörend. Was du also über TUI buchst, ist letztlich ein McRent- oder Easy-Rent-Fahrzeug – nur mit TUI als buchende Zwischenstelle.
Warum das trotzdem sinnvoll sein kann: Du buchst komplett auf Deutsch, mit deutschem Kundenservice, in einem vertrauten Interface mit der Markenstärke und dem Vertrauen, das TUI als Reisekonzern mitbringt.
Das TUI Optimal-Paket schließt Vollkaskoschutz ohne Selbstbeteiligung, Küchenausstattung und Campingausrüstung direkt mit ein – alles in einer Buchung, ohne nachher vor Ort Extras zusammenklauben zu müssen. Für alle, die zum ersten Mal ein Wohnmobil mieten und möglichst wenig Überraschungen wollen, ist das ein echter Vorteil.
Stationen in Schweden: Stockholm (Arlanda), Göteborg
Stärken: Vollständig deutschsprachig, bekannte Marke, TUI Optimal-Paket mit Vollkasko ohne SB inkludiert, Vergleichsfunktion auf der Buchungsplattform, guter Kundenservice vor und nach der Buchung.
Schwächen: Du buchst indirekt – Ansprechpartner vor Ort ist der Partnervermieter, nicht TUI selbst. Kein direkter Kontakt zur Station. Stornierungsgebühren von 25 % ab 31 Tage vor Reiseantritt, danach steigend bis 95 %. Kaution muss oft trotz SB-Schutz hinterlegt werden.
Meine Empfehlung
TUI Camper ist ideal, wenn du auf Nummer sicher gehen willst und das Optimal-Paket mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung ohnehin möchtest. Wer flexibler ist und den Direktkontakt zum Vermieter bevorzugt, bucht McRent direkt – oft zu vergleichbaren Preisen.
McRent / Rent Easy – zuverlässige Mittelklasse
McRent und seine schwedische Marke Rent Easy sind die sicherste Wahl für Erstbucher. Bekannt aus Deutschland, ADAC-Partner, solide Flotte, klare Buchungsbedingungen. Stationen in Stockholm (Arlanda) und Göteborg – die zwei wichtigsten Startpunkte für eine Schweden-Reise.
Die Fahrzeuge sind gut gewartet, nicht die neuesten, aber zuverlässig. Kundenservice auf Deutsch möglich. Für Reisende, die auf Sicherheit und Planbarkeit Wert legen, ist McRent die erste Adresse.
Stärken: ADAC-Partner, bekannte Qualität, deutschsprachig, Stockholm + Göteborg.
Schwächen: Keine Station in Lappland/Nordschweden, eher konservative Fahrzeugauswahl.
Roadsurfer – europäischer Marktführer jetzt auch in Schweden

Roadsurfer ist inzwischen auch in Schweden aktiv. Die Vorteile aus dem Norwegen-Kontext gelten hier genauso: neuwertige Fahrzeuge, transparente Buchung, deutschsprachiger Support, breite Modellauswahl vom Campingbus bis zum Kastenwagen.
Für Reisende, die bereits Roadsurfer kennen und ein vertrautes System wollen, ist das die natürliche erste Wahl. Die Selbstbeteiligung in der Basisversicherung ist hoch – Upgrade empfohlen.
Stärken: Neuwertige Fahrzeuge, modernes Buchungssystem, bekannte Marke.
Schwächen: Stationen noch begrenzt (hauptsächlich Stockholm-Bereich), hohe Basis-SB.
Touring Cars – Premium mit Lappland-Option

Touring Cars ist der Premium-Anbieter in Skandinavien und hat neben Oslo auch Stationen in Schweden, darunter eine Option für Schwedisch Lappland. Wer gezielt in den Norden will – Abisko, Kiruna, Nordlichter – und bereit ist, dafür mehr zu zahlen, kommt an Touring Cars kaum vorbei.
Fahrzeugqualität sehr hoch, Servicepauschale entsprechend. Für kurze Trips unter 10 Tagen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis schwierig – für lange Nordlichter-Expeditionen oder ausgedehnte Lappland-Touren ideal.
Stärken: Beste Fahrzeugqualität, Lappland-Station, Premium-Service.
Schwächen: Teuerster Anbieter, hohe Servicepauschale, für kurze Trips weniger geeignet.
MyCamper – privat mieten als günstige Alternative

MyCamper ist die P2P-Plattform für den skandinavischen Raum – ähnlich wie PaulCamper in Deutschland. In Schweden ist das Angebot deutlich besser als in Norwegen: Verschiedene Fahrzeuge von privaten Eigentümern, oft neuere Modelle, günstigere Preise als bei Direktvermietern.
Der Nachteil: Weniger Rechtssicherheit, variablere Fahrzeugqualität, kein professioneller Kundenservice. Für erfahrene Wohnmobilfahrer, die wissen, worauf sie achten müssen, eine echte Alternative.
💰 Was kostet ein Wohnmobil in Schweden wirklich?
Die gute Nachricht zuerst: Schweden ist deutlich günstiger als Norwegen. Günstigere Fahrzeugpreise, keine Mautflatrate, günstigere Campingplätze. Das macht Schweden zum idealen Einstiegsland für den Skandinavien-Wohnmobilurlaub.
Mietpreise nach Saison
Die Preise schwanken deutlich, wie du hier siehst:
Zeitraum | Tagesmiete (Class C) | Wochenmiete (Class C) |
|---|---|---|
Nebensaison (Sept.–Mai, außer Winter-Peaks) | 70–100 € | ca. 650–850 € |
Schulterzeit (Mai/Juni, August) | 100–140 € | ca. 850–1.100 € |
Hauptsaison (Juli) | 140–200 € | ca. 1.100–1.500 € |
Winter-Peaks (Feb./März, Lappland/Nordlichter) | 110–160 € | ca. 900–1.200 € |
Maut in Schweden – Brücken, Citymaut, keine Flatrate
Das ist der entscheidende Unterschied zu Norwegen: Schweden hat keine flächendeckende Mautpflicht und keine Mautflatrate. Maut fällt nur an zwei Stellen an: bestimmten Brücken und als Citymaut in Stockholm und Göteborg.
Brückenmaut:
Die Abrechnung läuft automatisch per Kennzeichen-Kamera. Bezahlung über EPASS24 (für ausländische Fahrzeuge) oder direkt an der Brücke per Karte.
Brücke | WoMo bis 6 m | WoMo 6–10 m | WoMo über 10 m |
|---|---|---|---|
Öresundbrücke (Malmö–Kopenhagen) | ca. 61–69 € | ca. 114–139 € | ähnlich wie >6 m |
Sundsvallsbron | ca. 5–10 € | ca. 8–15 € | – |
Motalabron | ca. 3–8 € | ca. 5–12 € | – |
Skurubron (bei Stockholm) | ca. 5–10 € | ca. 8–15 € | – |
Citymaut Stockholm und Göteborg: Die Citymaut gilt für Fahrten in die Innenstadt und variiert nach Uhrzeit. Für Wohnmobile bis 6 Meter ca. 6–8 € pro Durchfahrt, für größere Fahrzeuge bis ca. 10 € – maximal 45–60 SEK pro Tag. Gut: Es gibt keine Gebühren an Wochenenden, Feiertagen und im Juli (außer erste Arbeitswoche).

Mein Tipp
Die Citymaut in Stockholm und Göteborg lässt sich größtenteils vermeiden, wenn du das Wohnmobil am Stadtrand parkt und mit ÖPNV weiterfährst. Beide Städte haben gute Campingplätze in Randbereichen.
Wer trotzdem in die City muss: am besten außerhalb der Stoßzeiten und am Wochenende – dann ist sie kostenlos.
Anreisekosten: Fähre und Öresundbrücke
Die Anreise ist bei Schweden kein großer Kostenpunkt – das unterscheidet es von Norwegen:
Anreiseoption | Kosten (hin + zurück, WoMo + 2 Pers.) | Fahrzeit ab Hamburg |
|---|---|---|
Fähre Rostock → Trelleborg | 200–500 € | ca. 7–9 h gesamt |
Fähre Kiel → Göteborg | 300–700 € | ca. 14–16 h gesamt |
Landweg über Öresundbrücke | ca. 140 € (Brückenmaut) + Sprit | ca. 4–5 h gesamt |
Campingplätze: Die günstigsten in Europa
Schweden hat laut ADAC-Studie die günstigsten Campingplätze in Europa – das ist kein Marketing, das ist gemessen. Über 1.000 Campingplätze stehen zur Verfügung, von einfachen Naturplätzen bis zu Fünf-Sterne-Resorts.
Campingplatz-Typ | Preis/Nacht (Hochsaison) |
|---|---|
Einfacher Platz mit Strom | 20–28 € |
Standardplatz (Strom, Dusche) | 25–35 € |
Platz an Küste/See (Premium-Lage) | 35–45 € |
Ställplats (Wohnmobil-Stellplatz) | 10–20 € |
Preise in Schweden werden meist unabhängig von der Personenzahl abgerechnet – ein echter Vorteil für Paare. Hunde sind auf den meisten Plätzen gratis, meist bis maximal zwei.
Beispiel-Budget: 2 Wochen Schweden für 2 Personen
Szenario: Miete in Schweden, ab Stockholm, McRent Mittelklasse, Juli. Anreise per Fähre (Rostock → Trelleborg, eigenes Fahrzeug für Anreise).
Kostenposition | Standard-Trip |
|---|---|
Flug (alternativ: Fähre + Mietwagen Anreise) | 350 € |
Wohnmobilmiete (14 Tage, Mittelklasse) | 1.600 € |
Versicherungs-Upgrade (niedrige SB) | 180 € |
Küchenset, Bettwäsche | 80 € |
Campingplätze (10 Nächte à 30 €) + Ställplats (4 × 15 €) | 360 € |
Lebensmittel (selbst kochen) | 450 € |
Benzin (ca. 2.200 km × 11 l/100 km × 1,85 €/l) | 450 € |
Öresundbrücke oder Binnenbrücken | 80 € |
Sehenswürdigkeiten & Ausflüge | 150 € |
Puffer / Sonstiges | 150 € |
Gesamt | ca. 3.850 € |
Pro Person | ca. 1.925 € |
Das ist knapp 1.000 € günstiger als eine vergleichbare Norwegen-Reise – und das bei ähnlicher Reisedauer und ähnlichem Komfort.
🗺️ Die schönsten Routen durch Schweden
Schweden ist 1.500 Kilometer lang. Du kannst den ganzen Süden abfahren oder monatelang in Lappland verschwinden. Ich zeige dir vier Routen, die für verschiedene Reisezeiten und Interessen passen.
Südschweden: Skåne – Öland – Bohuslän (1–2 Wochen)
Die Route für alle, die eine kurze Reise planen oder Schweden zum ersten Mal entdecken. Südschweden ist grüner, wärmer, kulturell dichter als der Norden – und trotzdem eindeutig Schweden.
Empfohlene Stationen:
- Malmö – Öresundbrücke, Moderna Museet, Strandpromenade
- Ystad – Wallander-Stadt, mittelalterlicher Kern
- Kristianstad – Tor zur Kristianstader Wasserniederlassung (Nationalpark)
- Öland – UNESCO-Welterbe, Windmühlen, flache Insellandschaft, wunderschöne Campingplätze
- Glasriket (Glasreich) – kleines Glasdörfer im Wald, handgeblasenes Glas seit dem 15. Jahrhundert
- Göteborg – Westschwedens Metropole, Fischereihafen, Liseberg
- Bohuslän – Schärengarten, Meeresfrüchte, Hummersaison im Herbst
Empfohlene Dauer: 10–14 Tage
Startorte: Malmö oder Göteborg
Beste Reisezeit: Mai–September, September für Hummerzeit in Bohuslän
Mein Tipp: Die Insel Öland verdient mehr Zeit als die meisten Reisenden ihr geben. Fahr einmal komplett durch – von Borgholm im Norden bis zur Alvar-Heide im Süden. Die Campingplätze direkt am Meer gehören zu den schönsten in ganz Schweden.
Von Stockholm nach Norden: Dalarna – Jämtland (1–2 Wochen)
Das ist die Seele Schwedens. Dalarna ist das Land der roten Holzhäuser, der Dalamalerei und des Mittsommers – hier wird das schwedischste aller Feste so gefeiert wie irgendwo sonst auf der Welt. Weiter nördlich öffnet sich Jämtland mit Berglandschaften, Wasserfällen und einem der schönsten Nationalparks des Landes.
Empfohlene Stationen:
- Stockholm – 2 Tage: Gamla Stan, Djurgården, Vasa-Museum, Stockholmer Schären
- Uppsala – Universitätsstadt, Dom, Gamla Uppsala mit den Königsgräbern
- Dalarna / Siljan-See – Mittsommer-Hochburg, Volkskunst, Bootfahren auf dem Siljan
- Åre – Schwedens wichtigstes Skigebiet, im Sommer wandern
- Östersund – gemütliche Stadt am Storsjön, Moose-Safaris möglich
- Nationalpark Jämtland Tri – ursprüngliche Berglandschaft, Wanderwege, Rentiere
Empfohlene Dauer: 12–16 Tage
Startort: Stockholm
Beste Reisezeit: Juni–August; Mittsommer explizit Mitte bis Ende Juni buchen

Ab Dalarna und erst recht in Jämtland können die Mücken im Juli echt nervig. Abends draußen sitzen ohne Mückenschutz ist nördlich des Siljan-Sees im Hochsommer schlicht nicht möglich.
Pack dringend ein gutes Repellent (DEET-haltig, z.B. Autan Tropical) und ein Mückennetz für das Wohnmobilfenster mit. Mehr dazu im Reisezeit-Abschnitt.
Schwedisch Lappland & Abisko – das Ende der Welt (2–3 Wochen)
Das ist die Route für Reisende, die wirklich weit weg wollen. Lappland ist nicht einfach nördlich – es ist ein anderes Land. Endlose Birkenwälder, Rentierherden auf der Straße, Saami-Kultur und im Winter die hellsten Nordlichter Europas über dem Nationalpark Abisko.
Empfohlene Stationen:
- Sundsvall – angenehme Zwischenstation, Art-Nouveau-Architektur
- Umeå – Universitätsstadt, guter Campingplatz, Tor zu Nordschweden
- Luleå – Weltkulturerbe Gammelstad, Eingang zu Lappland
- Gällivare – INKA-Mine, Rentierzüchter-Gebiet, Mitternachtssonne ab Ende Mai
- Abisko Nationalpark – Klarster Himmel Europas für Nordlichter, Königsweg (Kungsleden)
- Kiruna – neu gebaut (die alte Stadt versank durch den Bergbau), Eishotel in Jukkasjärvi
- Riksgränsen – Skigebiet mit Liftbetrieb unter der Mitternachtssonne im Juni
Empfohlene Dauer: 18–24 Tage (für Hin- und Rückfahrt ab Stockholm)
Startorte: Stockholm oder direkter Flug nach Kiruna/Luleå + Miete vor Ort
Beste Reisezeit: Juni/Juli für Mitternachtssonne; Februar/März für Nordlichter
Mein Tipp: Der Kungsleden (Königsweg) in Abisko ist einer der berühmtesten Wanderwege Europas. Auch wer nicht den kompletten 440-Kilometer-Weg läuft (also wie ich 😁) , kann in Abisko schon nach einem kurzen Tagesmarsch in Landschaften kommen, die sich anfühlen wie das Ende der Welt – in einem guten Sinn.
Die 12 schwedischen Touristenstraßen – das Routen-Framework
Schweden hat – ähnlich wie Norwegen – ein offizielles System von Touristenstraßen (schwedisch: Turistvägar), die sorgfältig kuratierte Strecken durch die schönsten Landschaften des Landes darstellen.
Sie sind weniger spektakulär als Norwegens dramatische Gebirgsstraßen, dafür tiefer in Landschaft und Kultur eingebettet.
Das sind die wichtigsten für Wohnmobil-Reisende:
Straße | Region | Charakter |
|---|---|---|
Kosterleden | Bohuslän (Westküste) | Schärengarten, Fischerdörfer, Meeresfrüchte |
Bohusleden | Bohuslän | Küstenweg durch Granit und Meer |
Vänern-Weg | Västra Götaland | Europas drittgrößter See, sanfte Natur |
Glasriket | Småland | Das schwedische Glasreich im Wald |
Kalmarsundsleden | Småland/Öland | Öland-Brücke, UNESCO-Landschaft |
Bergslagsleden | Bergslagen | Bergbau-Geschichte, dichte Wälder |
Siljan-Runden | Dalarna | Mittsommer-Herz Schwedens |
Kungsleden Nord | Lappland | Fernwanderweg durch arktische Wildnis |
Vilhelminaleden | Lappland | Saami-Kultur, unberührte Fjälllandschaft |
E4 nördlich Sundsvall | Norrland | Entlang des Bottnischen Meerbusens |
Inlandsvägen (E45) | Mittelschweden | Alternativroute durch das Herz Schwedens |
Blå Vägen (E12) | Västernorrland/Lappland | Ost–West durch den nördlichen Wald |

Mein Tipp
Inlandsvägen (E45) ist mein persönlicher Geheimtipp für Reisende, die Stockholm–Lappland fahren und nicht den E4 entlang der Küste nehmen wollen. Die Straße führt schnurgerade durch das Herz Schwedens – einsamer, landschaftlich wilder und mit weniger Verkehr als die Küstenroute.
🚗 Unterwegs: Maut, Verkehrsregeln & Elche
Maut konkret: Was zahlst du wirklich?
Wie oben erklärt: keine Autobahnmaut, keine Flatrate. Maut fällt nur an wenigen Brücken und als Citymaut in Stockholm und Göteborg an. Die Abrechnung läuft automatisch per Kennzeichen. Für ausländische Fahrzeuge läuft das über EPASS24 – melde dich dort vor der Reise an, dann bekommst du nach der Reise eine Gesamtrechnung.
Wer Mietwohnmobil fährt: Das Mietunternehmen hat in der Regel ein System zur Abrechnung – frag beim Buchen explizit nach, wie das gehandhabt wird. Manche Vermieter rechnen direkt über ihre Systeme ab und belasten dich im Nachhinein; andere erwarten, dass du dich selbst bei EPASS24 registrierst.
Wichtige Verkehrsregeln für Wohnmobilfahrer
- Licht: Ganztägig Abblendlicht Pflicht – immer, auch im Sommer bei strahlendem Sonnenschein
- Promillegrenze: 0,02 % – das ist praktisch Null-Toleranz. Wenn du am nächsten Morgen fahren willst, trinkst du am Abend keinen Alkohol
- Geschwindigkeit: 50 km/h innerorts, 70 km/h auf Landstraßen, 90–110 km/h auf Autobahnen
- Winterreifen: Pflicht vom 1. Dezember bis 31. März bei winterlichen Straßenverhältnissen. Mietwohnmobile in Schweden sind in der Wintersaison standardmäßig damit ausgestattet
- Kindersitze: Bis 135 cm Körpergröße Pflicht in altersgerechtem Sitz
Elche auf der Straße – der ernst gemeinte Sicherheitshinweis
Das klingt nach einem Klischee. Es ist keins.
In Schweden gibt es ca. 300.000 Elche – und jährlich über 4.000 Kollisionen zwischen Fahrzeugen und Elchen. Ein ausgewachsener Elch wiegt 400–600 kg. Eine Kollision bei 80 km/h ist lebensgefährlich, nicht weil das Auto zerstört wird, sondern weil der Elch über die Motorhaube bricht und durch die Windschutzscheibe ins Fahrzeug kommt.
Was du wissen musst:
- Besonders gefährlich: Dämmerung und Dunkelheit (4–6 Uhr, 20–23 Uhr) von Mai bis Oktober
- Besonders gefährdete Strecken: Waldstraßen in Mittelschweden, Norrland, Lappland – und überall dort, wo du ein gelbes Elch-Warnschild siehst. Das sind keine Touristenschilder.
- Wenn ein Elch die Straße quert: Abbremsen, nicht ausweichen. Eine ruckartige Ausweichbewegung führt häufiger zum Unfall als ein kontrolliertes Abbremsen.
- Elche bewegen sich oft in Gruppen: Wenn einer die Straße überquert hat, können noch weitere kommen.
⚠️ Wichtig: Lies in deinen Mietbedingungen nach, wie Wildkollisionen versicherungstechnisch behandelt werden. Bei manchen Anbietern ist die Selbstbeteiligung bei Wildunfällen separat geregelt – und niedriger als bei normalen Unfällen.
Tanken in Schweden
Benzinpreise Schweden: ca. 1,75–1,95 € pro Liter, etwas günstiger als in Deutschland. In Nordschweden und Lappland können die Abstände zwischen Tankstellen groß sein – nie unter Halbvoll fahren nördlich von Sundsvall.
Bezahlung: Kartenzahlung ist in Schweden flächendeckend möglich, oft wird kein Bargeld akzeptiert. Schwedische Krone (SEK) ist die Währung – Kartenzahlung in Euro oder mit Kreditkarte problemlos überall. Kein Bargeld mitbringen nötig.
🏕️ Campingplätze & Ställplats in Schweden
Allemansrätten – was gilt wirklich für Wohnmobile?
Das Jedermannsrecht (Allemansrätten) ist eines der schönsten Rechte, die ein Naturliebhaber haben kann – und es gilt in Schweden für alle Menschen. Für motorisierte Fahrzeugegibt es aber wichtige Einschränkungen.
Was erlaubt ist:
- Bis zu 24 Stunden auf öffentlichen, gekennzeichneten Parkflächen am Rand öffentlicher Straßen stehen
- An Feiertagen und Wochenenden bis zum nächsten Werktag
- Auf ausgewiesenen Ställplats und Campingplätzen
Was verboten ist:
- Abseits der Straßen fahren oder parken – generelles Verbot, auch auf Wegen
- Strand, Privatgelände ohne Einwilligung
- Nationalparks und Naturschutzgebiete ohne ausgewiesene Stellplätze
Kurz: Du kommst als Wohnmobilfahrer nicht in den Genuss des vollen Allemansrätten – aber du hast ausreichend legale Übernachtungsoptionen, wenn du dir die richtigen Spots suchst.
Ställplats – Schwedens geniales Stellplatz-System
Das ist das Konzept, das in keinem deutschen Wohnmobil-Ratgeber ordentlich erklärt wird – und das für Schweden zentral ist.
Ställplats (Singular: ställplats, Plural: ställplatser) sind speziell ausgewiesene Wohnmobil-Stellplätze in Schweden. Sie sind nicht dasselbe wie Campingplätze – sie sind einfacher, oft günstiger, dafür meist in schönerer Lage.
Was ein Ställplats typischerweise bietet:
- Ebene Standfläche
- Stromanschluss (oft 10 Amp)
- Frischwasser
- Grau- und Schwarzwasser-Entsorgung
- Manchmal einfache Toilettenanlagen
- Häufig: direkt am See, am Fluss oder mit Panoramaausblick
Was er nicht bietet: Restaurants, Spielplatz, Pool, Shop – das ist der Campingplatz.
Kosten: Ständig 10–20 € pro Nacht – oft halb so viel wie ein vergleichbarer Campingplatz.
Wie du sie findest: Die beste App dafür ist Campio (auch auf Deutsch verfügbar) – die umfangreichste Ställplats-Datenbank Schwedens. Alternativ: Husbil.se (Schwedens führende Seite für Wohnmobil-Enthusiasten) und Park4Night.
Mein Tipp: Die schönsten Ställplats in Schweden sind oft nicht die bekanntesten. Kleinstädte und Gemeinden betreiben viele davon als Service für Touristen – direkt am Dorfhafen, am Waldsee oder mit Blick auf eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Campio zeigt dir auch Nutzerbewertungen und Fotos, bevor du hinfährst.
Campingplätze und Buchungsplattformen
Schweden hat über 1.000 Campingplätze, davon über 300 beim nationalen Verband SCR registriert. Für die beliebtesten Plätze an der Westküste und in der Nähe großer Städte empfehle ich Vorbuchung – besonders im Juli.
Buchungsplattformen:
- Camping.se – SCR-Verbandplattform, alle registrierten Plätze
- First Camp – Skandinaviens größte Campingkette (über 70 Standorte in Schweden), hohe Qualität, oft mit Pools und Freizeitangeboten
- Campcation – über 400 Campingplätze, gut sortiert
- Campio – kombiniert Campingplätze und Ställplats in einer App

Camping Key Europe – lohnt sich das?
Die Camping Key Europe (CKE) kostet ca. 229 SEK pro Jahr (ca. 20 €) und gibt dir bei über 3.000 Campingplätzen in Europa Rabatte. In Schweden sind viele SCR-Plätze dabei.
Faustregel: Wenn du mehr als 4–5 Nächte auf teilnehmenden Plätzen verbringst, hat sich die Karte amortisiert. Für Reisen von 2 Wochen aufwärts: kaufen.
☀️🌌 Beste Reisezeit: Mittsommer, Herbst oder Winter?
Juni und Juli: Mitternachtssonne und Mittsommer
Der Höhepunkt des schwedischen Sommers fällt auf den Mittsommerabend (Midsommar) – immer am Freitag zwischen dem 19. und 25. Juni. Das ist der heiligste Feiertag Schwedens: Blumenkranz, Tanz um den Maibaum, frische Erdbeeren mit Sahne. In Dalarna wird Mittsommer so gefeiert wie nirgendwo sonst. Wenn du kannst, plane einen Stopp in einem kleinen schwedischen Dorf an diesem Wochenende – das ist ein Erlebnis.
Im Juli ist Schweden am vollsten und am teuersten. Campingplätze an der Westküste und in Lappland sind in der Hochsaison ausgebucht. Frühzeitig buchen ist Pflicht.
Mitternachtssonne: Nördlich des Polarkreises (nördlich von Gällivare) geht die Sonne von Ende Mai bis Mitte Juli nicht unter. In Lappland bedeutet das: Es ist um Mitternacht so hell wie an einem bewölkten Nachmittag. Das ändert deinen Schlafrhythmus – Verdunkelungsvorhänge im Wohnmobil sind in Nordschweden im Sommer kein Luxus.
September und Oktober: Höstlöven – Schweden im Herbst
Schweden im Herbst ist einer der am meisten unterschätzten Reisezeiträume überhaupt. Das schwedische Wort dafür ist Höstlöven – der Herbstblätterfall. In Dalarna, Jämtland und Lappland färbt sich der Wald im September in Gold, Orange und tiefes Rot. Die Campingplätze sind halb leer, die Preise fallen, die Luft ist klar.
Dazu: Im September und Oktober steigen die Chancen auf erste Nordlichter in Nordschweden deutlich. Nicht garantiert – aber möglich.
Winter: Nordlichter, Eishotel und Lappland im Schnee
Schwedisch Lappland im Winter ist eines der stimmungsvollsten Reiseziele Europas. Der Nationalpark Abisko gilt als einer der besten Orte weltweit für Nordlichter-Beobachtung – wegen des stabilen Mikroklimas, das auch bei Schlechtwetter in der Region oft klaren Himmel über Abisko lässt.
Für Wohnmobil-Reisende im Winter: Frag deinen Vermieter explizit nach winterisierten Fahrzeugen. Nicht alle Anbieter vermieten ihre Fahrzeuge im Winter, und nicht alle Winterfahrzeuge haben alle Funktionen voll nutzbar (Wassertank und Abwassertank können einfrieren). Touring Cars und Arctic Campers sind auf Wintermieten spezialisiert.
⚠️ Mücken in Nordschweden – der unterschätzte Faktor
Das ist das Thema, über das kein deutschsprachiger Wohnmobil-Artikel gern spricht – und das deinen Trip in Nordschweden von angenehm zu unangenehm machen kann.
Mücken sind in Nordschweden (nördlich von Dalarna) von Mitte Juni bis Ende Juli ein echtes Problem. Nicht in der Art von „ein paar lästige Insekten“ – sondern in der Art von „abends am See sitzen ist ohne Schutz nicht möglich und du kannst deinen Arm nach drei Minuten draußen nicht mehr erkennen.“
Was du mitbringen solltest:
- Repellent mit hohem DEET-Anteil (25–50 %) oder Icaridin – normale europäische Mückenschutzmittel reichen in Nordschweden oft nicht aus
- Mückennetz für die Wohnmobil-Fenster (kaufe eins zuhause, schwer zu finden vor Ort)
- Langärmlige Kleidung, Socken, leichte Handschuhe für Abendwanderungen
- Kopfnetz für Wanderungen durch Buschland
Wann es am schlimmsten ist: Direkt nach Sonnenuntergang (der in Nordschweden im Juli ohnehin kaum kommt) und in feuchten Waldgebieten. Am Wasser und bei Wind ist es deutlich erträglicher.
Wann es besser ist: Ab August werden die Mücken deutlich weniger. September ist mückenfrei. Das ist einer der Gründe, warum ich persönlich Lappland im August oder September der Hochsaison im Juli vorziehe.
📋 So buchst du dein Wohnmobil: Schritt für Schritt
Wann buchen?
Für Hauptsaison Juli und Mittsommerwochen: mindestens 3–6 Monate im Voraus. Schweden hat weniger Mietfahrzeuge als Deutschland, und nach dem SkandiTrip-Wegfall ist das Angebot nochmal kleiner geworden.
Für Schulterzeit (Mai/Juni, August/September): 2–3 Monate reichen. Für Nebensaison und Winter: oft noch 4–6 Wochen vorher möglich.
👉 Hier findest du die aktuell besten Wohnmobil-Anbieter für Schweden.
Führerschein – Klasse B reicht fast immer
Dein deutscher Führerschein der Klasse B reicht für die allermeisten Mietwohnmobile aus – bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht.
Wichtig zu wissen: Größere, voll integrierte Wohnmobile können über 3,5 Tonnen liegen – für diese brauchst du Führerschein Klasse C1 (bis 7,5 Tonnen). Das ist bei Mietwohnmobilen seltener relevant, aber prüfe es in den Fahrzeugunterlagen deiner Buchung!
Ein internationaler Führerschein wird in Schweden nicht benötigt.
Versicherung & Selbstbeteiligung
Die Selbstbeteiligung in der Basisversicherung der meisten Anbieter in Schweden liegt bei 1.500–3.000 €. Das ist viel – upgrade auf eine niedrigere SB. Prüfe wie bei Norwegen, ob deine Kreditkarte RVs abdeckt (meist nicht).
Besonderheit: Wildunfälle (Elch, Rentier) werden bei manchen Anbietern separat geregelt – oft mit niedrigerer oder keiner Selbstbeteiligung. Das nachlesen.
Buchungs-Checkliste
1. ✅ SkandiTrip-Angebote meiden – Anbieter aktiv und solvent?
2. ✅ Welche Maut-Abrechnung nutzt der Vermieter (EPASS24, eigenes System)?
3. ✅ Winterreifen vorhanden? (Oktober–April)
4. ✅ Selbstbeteiligung – wie hoch, Upgrade verfügbar?
5. ✅ Gilt die Versicherung auch für Wildkollisionen?
6. ✅ Sind Bettwäsche und Küchenset inklusive?
7. ✅ One-Way möglich? (z.B. Stockholm → Göteborg)
8. ✅ Stornierungsbedingungen prüfen
9. ✅ Shuttleservice vom Flughafen zur Mietstation?
10. ✅ Fahrzeuggröße: Klasse B ausreichend oder C1 nötig?
🐕 Wohnmobil Schweden mit Hund – deutlich einfacher als Norwegen
Die gute Nachricht für alle mit Hund: Schweden ist deutlich unkomplizierter als Norwegen.
Was dein Hund für die Einreise nach Schweden braucht:
- EU-Heimtierausweis mit gültigem Chip und Tollwutimpfung (die Impfung muss mindestens 21 Tage vor Einreise erfolgt sein)
- Keine Bandwurmbehandlung erforderlich – das ist der entscheidende Unterschied zu Norwegen
Verbotene Hunderassen: Schweden hat kein umfassendes Rassenverbot wie Norwegen. Es gibt regionale Einschränkungen und einzelne Kommunen mit Regelungen – prüfe im Zweifel die aktuelle Liste des schwedischen Jordbruksverket.
Campingplätze: Die meisten schwedischen Campingplätze sind hundefreundlich. Leine ist in bewohnten Bereichen und auf Campingplätzen Pflicht. Viele Plätze erlauben maximal zwei Hunde pro Einheit.
Mein Tipp: chweden ist eines der hundefreundlichsten Reiseländer Europas. Das Allemansrätten gilt auch für Hunde in der Natur – Leine nur in der Nähe von Wildtieren (März–August) und auf gekennzeichnetem Privatgelände. Im Wald, am See, auf Wanderwegen: freier Auslauf problemlos möglich.
Du überlegst, ob Schweden oder Norwegen die bessere Wahl ist? Den direkten Vergleich – Kosten, Routen, Logistik – findest du in unserem Ratgeber: [Wohnmobil mieten Norwegen](/de/wohnmobil-mieten-norwegen/)*
❓ Häufige Fragen zum Wohnmobil mieten in Schweden
Darf ich in Schweden mit dem Wohnmobil wildcampen?
Nicht überall. Das Allemansrätten gilt für alle – aber für motorisierte Fahrzeuge gibt es Einschränkungen. Du darfst bis zu 24 Stunden auf öffentlichen, gekennzeichneten Parkplätzen stehen. Abseits der Straße, auf Stränden und auf Privatland ist das Parken verboten. Am einfachsten und legal sicher: Ställplats und Campingplätze nutzen. App-Empfehlung: Campio.
Was sind Ställplats?
Ställplats sind speziell ausgewiesene Wohnmobil-Stellplätze in Schweden – einfacher als Campingplätze, aber oft mit Strom, Wasser und Entsorgung ausgestattet. Kosten: 10–20 € pro Nacht. Sie liegen häufig in traumhafter Naturlage und sind die günstigste und oft schönste Übernachtungsoption in Schweden.
Gibt es Maut in Schweden?
Keine Autobahnmaut und keine Flatrate. Maut fällt nur an wenigen Brücken an – die bekannteste ist die Öresundbrücke (Malmö–Kopenhagen, ca. 61–139 € einfach je nach Fahrzeuglänge). Dazu gibt es eine Citymaut in Stockholm und Göteborg (ca. 6–10 € pro Durchfahrt, kostenlos an Wochenenden und im Juli).
In Deutschland oder in Schweden mieten – was ist günstiger?
Für die meisten deutschen Reisenden ist Mieten in Deutschland und selbst hinfahren günstiger. Die Fähre nach Schweden ist schon ab ca. 45 € einfach buchbar, der Landweg über die Öresundbrücke kostet ca. 70 € einfach. Wohnmobile in Deutschland sind oft günstiger und neuer als in Schweden. Nur für kurze Trips unter 10 Tagen oder Reisende aus Süddeutschland/Österreich/Schweiz lohnt sich das Fliegen und Mieten vor Ort.
Ist SkandiTrip noch buchbar?
Nein. SkandiTrip ist im November 2025 insolvent gegangen. Nicht buchen. Zuverlässige Alternativen sind McRent/Rent Easy, Roadsurfer und Touring Cars.
Wann ist die beste Reisezeit für Schweden?
Für klassisches Sommer-Camping: Juni oder August (Juli ist zu voll und teuer). Für Mittsommer: Mitte–Ende Juni, gezielt in Dalarna. Für Herbstfarben: September. Für Nordlichter: Oktober bis März, am besten in Abisko/Lappland. Im Sommer Nordschweden: Mücken-Schutz einpacken.
Wie viel kostet ein Wohnmobil pro Tag in Schweden?
Realistisch inklusive Versicherungs-Upgrade und Extras: 100–140 € pro Tag in der Schulterzeit, 140–200 € pro Tag im Juli. Das ist deutlich günstiger als in Norwegen, wo die Mautflatrate den Tagespreis um 25–35 € erhöht.
Welcher Anbieter ist aktuell der beste in Schweden?
Nach der SkandiTrip-Insolvenz: TUI Camper (große Flotte, deutschsprachiger Support), McRent/Rent Easy für Erstbucher (solide, ADAC-Partner, deutschsprachig). Roadsurfer für neueste Fahrzeuge und modernes Buchungssystem. Touring Cars für Premium-Komfort und Lappland-Trips. MyCamper für erfahrene Reisende mit Budget-Fokus.
Steffen
Ich bin ein absoluter Reise-Begeisterter und möchte dir hier helfen, einen wunderbaren Urlaub zu haben – und dass du mit vielen unvergesslichen Erlebnissen zurück kommst. Ganz viel Reise-Inspiration von mir gibt es regelmäßig auf meinem YouTube-Kanal und in meinem wöchentlichen Newsletter.
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Steffen von Loving Travel
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