
Wohnmobil mieten Norwegen: Anbieter, Kosten & Tipps für 2026

Mit dem Wohnmobil durch Norwegen zu reisen ist ein absoluter Traum. Du fährst nicht zu den Sehenswürdigkeiten – du fährst faktisch durch sie hindurch. Unglaublich beeindruckende Landschaften erwarten dich, wunderbare Passstraßen, Fährüberquerungen und natürlich: Fjorde! Das ist Norwegen.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine Reise mit dem Camper (geht natürlich auch mit dem Mietwagen) planst. Welcher Anbieter passt zu dir, was kostet es wirklich, welche Routen sind die schönsten – und vor allem: ob du in Deutschland oder direkt in Norwegen mieten solltest.
Viel Spaß beim Inspierenlassen und melde dich immer gern bei mir, wenn du Fragen hast!
Inhaltsverzeichnis
Toggle🚐 In Deutschland oder Norwegen mieten – was lohnt sich wirklich?
Das ist die Frage, die ich am häufigsten höre. Und sie hat keine universelle Antwort – aber eine klare Faustformel.
Der entscheidende Unterschied: Die Mautflatrate
Wenn du in Norwegen ein Wohnmobil mietest, zahlst du neben der eigentlichen Miete automatisch eine Mautflatrate von ca. 25–35 € pro Tag . Das klingt nach einer Kleinigkeit – ist es aber nicht. Bei zwei Wochen sind das 350–490 € obendrauf, die im ersten Preisvergleich nicht auftauchen. Fast alle Anbieter in Norwegen erheben diese Pauschale, weil das AutoPASS-Mautsystem flächendeckend ist und die Abrechnung sonst kaum möglich wäre.
In Deutschland gibt es diese Flatrate nicht.
Kostenvergleich: In Deutschland oder in Norwegen mieten?
Rechenbeispiel: 2 Personen, 14 Tage, Wohnmobil der Mittelklasse, Schulterzeit (Juni).
Kostenposition | Miete in Deutschland | Miete in Norwegen |
|---|---|---|
Flug nach Norwegen (2 Pers.) | - | 400–600 € |
Wohnmobilmiete (14 Tage) | 1.200–1.500 € | 1.800–2.400 € |
Mautflatrate | - | 400–500 € |
Anreise Fähre (z.B. Kiel–Oslo, Hin+Rück) | 1.000–1.400 € | - |
Alternativ: Landweg (Brücken DK/SE + Maut) | 150–250 € | - |
Bettwäsche / Extras | 0 € (mitgebracht) | 80–100 € |
Gesamt (Fähre) | 3.400–4.100 € | 2.700–3.600 € |
Gesamt (Landweg) | 2.550–3.250 € | 2.700–3.600 € |
Das Ergebnis überrascht viele: Beide Optionen liegen bei realistischer Rechnung relativ nah beieinander. Der vermeintlich teure Norwegen-Anbieter wird durch den Wegfall von Fähre und Anreise relativiert.
Wann lohnt sich Mieten in Deutschland?
- Du wohnst in Norddeutschland (Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein) – kurze Anreise zur Fähre
- Du reist 3 Wochen oder länger – dann amortisiert sich die Fähre deutlich
- Du willst eigene Bettwäsche, Lebensmittel und Ausrüstung aus Deutschland mitbringen
- Du magst die Reise selbst – Dänemark, Schweden und die skandinavische Küste sind schon Teil des Abenteuers
- Du willst maximale Fahrzeugauswahl und -qualität (deutsche Vermieter haben oft neuere Flotten)
Wann lohnt sich Mieten in Norwegen?
- Du kommst aus Süddeutschland, Österreich oder der Schweiz – die Anreise wäre sehr lang
- Du planst einen kürzeren Trip von 10–14 Tagen – die Fähre macht ihn sonst unverhältnismäßig teuer
- Du willst fliegen und direkt loslegen
- Du möchtest keine 10+ Stunden Fahrzeit zur Fähre oder Landroute durch Dänemark und Schweden einplanen

Mein Tipp
Wenn du aus dem Norden kommst und 3 Wochen Zeit hast, fahr mit eigenem oder gemietetem Wohnmobil selbst hoch. Die Fähre von Kiel nach Oslo über Nacht ist eigentlich kein Aufwand – du schläfst an Bord, wachst in Norwegen auf. Das ist kein Kompromiss, das ist schon der erste Urlaubstag.
Anreise: Fähre oder Landweg?
Per Fähre – die komfortabelste Option:
- Kiel → Oslo (Color Line, ca. 20 Stunden, ab ca. 500 € einfach mit Wohnmobil) – ideal für Südnorwegen-Routen
- Hirtshals → Kristiansand (Color Line/DFDS, ca. 2–3 Stunden) – die kürzeste Überfahrt, dann Landweg weiter
- Hirtshals → Bergen (Fjord Line, ca. 16 Stunden) – ideal für Westküste und Fjordnorwegen
Per Landweg durch Dänemark und Schweden – die günstigere Option:
Über die Öresundbrücke (ca. 55–65 € für Wohnmobile) und die Øresundbrücke weiter durch Malmö, Göteborg und dannweiter nach Norwegen.
Vorteil: günstiger als die Fähre.
Nachteil: deutlich mehr Fahrzeit (ab Hamburg ca. 10–12 Stunden bis Oslo, ohne Pausen).
🏆 Die besten Anbieter in Norwegen im Vergleich
Der Markt in Norwegen ist kleiner als in den USA – aber die Qualität ist hoch. Hier die wichtigsten Anbieter, die du kennen musst.
Anbieter-Vergleich auf einen Blick
Anbieter | Meine Empfehlung | Roadsurfer | McRent / Rent Easy | Touring Cars | Arctic Campers |
|---|---|---|---|---|---|
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Preisniveau
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Preisniveau | mittel | mittel | mittel | premium | mittel |
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Vermittler
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Vermittler | |||||
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Alter der Fahrzeuge
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Alter der Fahrzeuge | |||||
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Stationen
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Stationen | Oslo, Bergen, Tromsø, Trondheim, Bodoe, Stavanger, Bjerkcik | Oslo, Bergen | Oslo, Bergen | Oslo, Bergen, Tromsø | Oslo, Tromsø |
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Sprache Buchung
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Sprache Buchung | 🇩🇪 | 🇩🇪 | 🇩🇪 | 🇩🇪 | 🇬🇧 |
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Empfehlung für ...
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Empfehlung für ... | Erstbucher, Sicherheit | Erstbucher, Komfort-Anspruch | Erstbucher, Sicherheit | Komfort-Reisende, lange Trips | Nordlichter-Trips, Offroad |
TUI Camper – deutschsprachig buchen mit bekannter Marke
TUI Camper ist kein Direktvermieter mit eigenen Fahrzeugen, sondern eine Buchungsplattform, die als Vermittler zwischen dir und den Partnervermietern vor Ort agiert. Für Norwegen arbeitet TUI vor allem mit McRent und Easy Rent (ebenfalls zur McRent-Gruppe gehörend) zusammen – beides etablierte, zuverlässige Anbieter mit gutem Ruf.
Der eigentliche Mehrwert von TUI Camper liegt nicht im Fahrzeug selbst, sondern im Buchungsprozess: alles auf Deutsch, vertrauenserweckende Marke, klare Leistungspakete und ein Vergleichstool, mit dem du mehrere Angebote auf einem Merkzettel sammeln und gegenüberstellen kannst. Das TUI Optimal-Paket ist dabei das attraktivste Angebot – es bündelt Vollkaskoschutz ohne Selbstbeteiligung, Küchenausstattung und Campingausrüstung in einer Buchung.
Wer zum ersten Mal mit dem Wohnmobil nach Norwegen fährt und keine Lust hat, sich durch englischsprachige AGB zu kämpfen oder vor Ort Versicherungsoptionen zu verhandeln, ist bei TUI Camper gut aufgehoben.
Stationen in Norwegen (über McRent / Easy Rent): Oslo, Bergen, Tromsø, Kristiansand, Stavanger, Trondheim
Stärken: Komplett deutschsprachig, bekannte TUI-Marke mit hohem Vertrauen, Optimal-Paket mit Vollkasko ohne SB, breites Stationsnetz in Norwegen über McRent/Easy Rent, Kundenservice erreichbar vor und nach der Buchung.
Schwächen: Du buchst indirekt – bei Problemen vor Ort bist du auf den Partnervermieter angewiesen, nicht auf TUI direkt. Stornierungsbedingungen sind nicht besonders kulant (25 % ab 31 Tage, bis 95 % kurz vor Reiseantritt). Kaution wird in der Regel trotz SB-Schutz auf der Kreditkarte blockiert. Preis oft minimal höher als Direktbuchung.

Mein Tipp für deine 1. Reise
Über TUI Camper haben mehrere Leser von mir ihr erstes Norwegen-Wohnmobil gebucht – und waren durchweg zufrieden, besonders mit dem Optimal-Paket.
So mache ich das: Auf TUI Camper nach Fahrzeug und Preis schauen, dann prüfen ob McRent direkt günstiger ist. In der Praxis liegt der Preisunterschied oft unter 50 €, dafür bekommst du bei TUI die komfortablere Buchungserfahrung auf Deutsch.
Roadsurfer – der europäische Marktführer
Roadsurfer ist Europas größter Camper-Vermieter und hat in Norwegen Stationen in Oslo und Bergen. Was das bedeutet: Du bekommst neuwertige Fahrzeuge, deutschen Kundenservice, transparente Buchungsbedingungen – und kannst direkt auf Deutsch kommunizieren, wenn etwas nicht stimmt.
Die Flotte ist breit: 13 Modelle, von kleinen Campern mit Aufstelldach über Kastenwagen bis zu Teilintegrierten. Der Fokus liegt auf Campingbussen und Kastenwagen – kein riesiges Class-C-Wohnmobil wie in den USA, sondern kompakte, gut ausgestattete Fahrzeuge für Norwegen-Verhältnisse.
Die inklusive Versicherung hat eine Selbstbeteiligung von 2.500 € – das ist viel. Upgrade auf 1.000 € SB kostet 15 €/Tag, auf 0 € SB 29 €/Tag. Für Norwegen mit seinen teils engen Bergstraßen empfehle ich mindestens das mittlere Upgrade.
Stärken: Größte Flotte in Norwegen, neuwertige Fahrzeuge, deutschsprachig, Oslo + Bergen.
Schwächen: Hohe Basis-Selbstbeteiligung, Stornobedingungen mittelmäßig.
McRent / Rent Easy – solide Mittelklasse
McRent ist in Deutschland gut bekannt (auch über TUI Camper buchbar) und hat in Norwegen unter dem Namen Rent Easy Stationen in Oslo und Bergen. Wer McRent aus Deutschland kennt, weiß was er bekommt: solide Fahrzeuge, guter Service, faire Preise.
Besonderheit: McRent ist auch der Anbieter, über den der ADAC in Norwegen vermittelt. Das gibt Vertrauen – und die Fahrzeuge sind gut gewartet.
Stärken: Bekannte Qualität, ADAC-Partner, guter Service auf Deutsch.
Schwächen: Kleinere Flotte als Roadsurfer, weniger Fahrzeugvielfalt.
Touring Cars – Premium in Norwegen
Touring Cars ist der Luxusanbieter im Norwegen-Vergleich – und das merkst du sowohl an der Ausstattung als auch am Preis. Die Fahrzeuge sind neuwertig, großzügig ausgestattet und die Servicepauschale liegt bei ca. 270 € für die gesamte Buchung. Das klingt erst mal viel, ist aber kein reiner Aufpreis – darin sind viele Leistungen inklusive.
Stationen in Oslo, Bergen und Tromsø – damit ist Touring Cars einer der wenigen Anbieter, der auch den Norden abdeckt. Für Nordlichter-Trips im Winter oder Lofoten-Routen ab Tromsø ist das ein echter Vorteil.
Mein Tipp: Touring Cars lohnt sich, wenn du mindestens 2 Wochen buchst und auf ein hochwertiges Fahrzeug Wert legst. Für kurze Trips unter 10 Tagen ist der Preisaufschlag schwer zu rechtfertigen.
Stärken: Beste Fahrzeugqualität, Station in Tromsø, Premium-Service.
Schwächen: Teuerster Anbieter im Vergleich, hohe Servicepauschale.
Arctic Campers – Spezialist für den Norden
Arctic Campers aus Norwegen ist der Spezialist, wenn es in den Norden geht. Stationen in Oslo und Tromsø, dazu mehrere 4×4-Offroad-Varianten für alle, die auch abseits befestigter Straßen unterwegs sein wollen. Die Flotte ist überschaubar, aber gut auf die norwegischen Verhältnisse ausgerichtet.
Wer eine Nordlichter-Tour oder eine Winter-Route durch Nordnorwegen plant, kommt an Arctic Campers kaum vorbei – weil kaum ein anderer Anbieter in Tromsø eine sinnvolle Auswahl hat.
Stärken: 4×4-Optionen, Station Tromsø, spezialisiert auf Nordnorwegen.
Schwächen: Kleine Flotte, weniger Modellauswahl, keine Station Bergen.
Cabin Campers – der Geheimtipp mit Holzhütten-Flair
Cabin Campers ist ein Norwegen-Original und wer auf milchplus.de die Bestenliste liest, ist vielleicht überrascht: Cabin Campers gewinnt den Vergleich trotz kleiner Bekanntheit. Der Grund liegt im Konzept: Die meisten Fahrzeuge sind Eigenausbauten**, der Stil erinnert an eine kuschelige Holzhütte – warmes Holz, Decken, eine Küche, die wie selbstgebaut wirkt. Das polarisiert, aber wer es mag, liebt es.
Preislich sind Cabin Campers wettbewerbsfähig, Mietbedingungen kundenfreundlich. Kein klassisches Wohnmobil im europäischen Sinne – eher ein fahrendes Wohnzimmer.
Stärken: Einzigartiges Feeling, gute Kundenbewertungen, faire Preise und Bedingungen.
Schwächen: Kein klassisches Wohnmobil, sehr individuelle Fahrzeuge (mal mehr, mal weniger Komfort).
Privat mieten: Housecar & Co. – die günstigere Alternative
Was in Deutschland PaulCamper ist, ist in Norwegen Housecar – das größte Peer-to-Peer-Portal für private Wohnmobilmiete in Norwegen. Wer flexibel ist und etwas Zeit für die Suche mitbringt, findet hier deutlich günstigere Fahrzeuge als bei den Direktvermietern.
Daneben gibt es rubrikk.no (Kleinanzeigen) und das Bobilportal (norwegischer Begriff für Wohnmobil: Bobil). Der Nachteil gegenüber Direktvermietern: weniger Rechtssicherheit, kein professioneller Kundenservice, Fahrzeugqualität sehr variabel.
Housecar eignet sich gut, wenn du bereits Erfahrung mit Wohnmobilreisen hast und die Sprache kein Problem ist. Für die erste Norwegen-Wohnmobil-Reise empfehle ich einen der etablierten Direktvermieter – die Aufpreise sind die Sicherheit wert.
💰 Was kostet ein Wohnmobil in Norwegen wirklich?
Norwegen ist kein Schnäppchenziel. Das gilt für Restaurants, Benzin und Campingplätze – und es gilt für Wohnmobile. Ich zeige dir alle Kostenpositionen offen auf, damit du nicht ins Staunen gerätst, wenn die erste Rechnung kommt.
Zeitraum | Tagesmiete (inkl. Extras) | Wochenmiete |
|---|---|---|
Nebensaison (Nov.–März, außer Nordlichter-Peaks) | 85–120 € | ca. 700–900 € |
Schulterzeit (April/Mai, Sept./Okt.) | 120–160 € | ca. 1.000–1.300 € |
Hauptsaison (Juni-August) | 160–250 € | ca. 1.400–2.000 € |
Nordlichter-Peaks (Feb./März, Tromsø) | 150–220 € | ca. 1.200–1.700 € |
Die Mautflatrate – die größte Kostenfalle
Ich erkläre das nochmal ausführlich, weil es wirklich wichtig ist.
Norwegen hat kein Mautsystem, das du mal an einer Schranke bezahlst und mal nicht. Das Land ist flächendeckend mit elektronischen Mautstationen ausgestattet – über 300 davon. Jedes Kennzeichen wird automatisch gescannt. Bezahlung bar oder per Karte gibt es nicht mehr.
Wohnmobile, die in Norwegen vermietet werden, gelten als gewerbliche Fahrzeuge – und sind damit zur AutoPASS-Nutzung verpflichtet. Die meisten Vermieter haben den Chip bereits eingebaut und berechnen dir eine Tagespauschale dafür. Diese liegt je nach Anbieter zwischen 20 und 35 € pro Tag .
Was ist drin in der Pauschale? Alle Mautdurchfahrten inklusive, teils auch Tunnelmaut und Fjord-Fähren (variiert je nach Anbieter – nachlesen!).
Was ist nicht immer drin? Lange Strecken-Fähren und einige spezielle Tunnel haben Sonderpreise. Das solltest du bei der Buchung prüfen!
⚠️ Wichtig: Wenn du ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen aus Deutschland nach Norwegen fährst, bist du ebenfalls zur AutoPASS-Nutzung verpflichtet. Ohne Chip droht ein Bußgeld von ca. 8.000 NOK (ca. 675 €). Bestelle den Chip mindestens 2–3 Wochen vor Abfahrt über autopass.no oder epass24.com (letzteres für ausländische Kennzeichen).
Fähren in Norwegen – Teil des Abenteuers, Teil der Kosten
In Norwegen gehören Fähren zum Straßensystem. Sie sind keine Ausnahme, sie sind die Route. Auf vielen der schönsten Wege gibt es keine Alternative zur Fähre – und das ist auch gut so, weil die Überfahrten selbst zu den schönsten Momenten einer Norwegen-Reise gehören.
Die Preise für Fjord-Fähren (innernorwegisch) richten sich nach der Fahrzeuglänge. Das ist für Wohnmobilfahrer wichtig: Du zahlst je nach Länge des Fahrzeugs eine höhere Kategorie als ein normaler Pkw.
Fahrzeuglänge | Preis pro Überfahrt (ca.) |
|---|---|
bis 6 m (Campervan) | 15–30 € |
6–8 m (kleiner Class C) | 25–45 € |
8–10 m (mittlerer Class C) | 35–60 € |
über 10 m (großes Wohnmobil) | 50–80 € |
Wenn die Mautflatrate deines Anbieters Fähren nicht abdeckt, summieren sich diese Kosten auf einer 2-Wochen-Route mit mehreren Fjordquerungen schnell auf 150–300 €.
Mein Tipp: Frag bei der Buchung explizit, was in der Mautflatrate steckt. Sind Fähren abgedeckt? Welche Tunnel? Ist der Geirangerfjord inklusive? Das klingt kleinlich, kann aber einen Unterschied von 200 € bedeuten.
Campingplätze: Was kostet ein Stellplatz?
Campingplätze in Norwegen sind gut ausgebaut und flächendeckend verfügbar – von einfachen Wiesenplätzen bis zu Vollausstattern mit Sauna und Panoramablick.
Campingplatz-Typ | Preis/Nacht |
|---|---|
Einfacher Platz (Strom, WC, keine Dusche) | 15–25 € |
Standardplatz (Strom, WC, Dusche) | 25–40 € |
Premium-Platz (Full Hook-up, Sauna, Fjordlage) | 40–70 € |
Boondocking / freies Stehen (legal, s.u.) | kostenlos |
Die ACSI-Card lohnt sich für Norwegen-Reisende: In der Nebensaison (Herbst und Frühling) übernachtest du an teilnehmenden Plätzen für einen Festpreis – oft 20–25 € statt 35–50 €. Karte kostet ca. 20 € pro Jahr.
Beispiel-Budget: 2 Wochen Fjordnorwegen für 2 Personen
Szenario: Miete in Norwegen, ab Oslo, Roadsurfer Kastenwagen, Juni (Schulterzeit), Route Oslo – Bergen – Geirangerfjord – Lofoten (Flug zurück ab Bodø).
Kostenposition | Betrag |
|---|---|
Flüge (2 Pers., Frankfurt → Oslo, Bodø → Frankfurt) | 600 € |
Wohnmobilmiete (14 Tage, Mittelklasse) | 1.900 € |
Mautflatrate (14 Tage × 30 €) | 420 € |
Versicherungs-Upgrade (1.000 € SB, 14 Tage) | 210 € |
Küchenset, Bettwäsche | 80 € |
Campingplätze (10 Nächte) + Boondocking (4 Nächte) | 320 € |
Lebensmittel (selbst kochen, 2 Pers.) | 500 € |
Fjord-Fähren (nicht in Flatrate) | 150 € |
Benzin (ca. 2.500 km × 10 l/100 km × 2,00 €/l) | 500 € |
Sehenswürdigkeiten & Ausflüge | 200 € |
Puffer / Sonstiges | 200 € |
Gesamt | ca. 5.000 € |
Pro Person | ca. 2.500 € |
⚠️ Achtung: Norwegen ist teuer, besonders bei Lebensmitteln (+40–50 % gegenüber Deutschland) und Restaurants. Wenn ihr oft auswärts esst, müsst ihr das Budget deutlich nach oben korrigieren.
🗺️ Die schönsten Routen für deine Norwegen-Wohnmobil-Reise
Norwegen ist fast 1.800 Kilometer lang. Du wirst nicht alles sehen – und das ist gut so. Die Frage ist, wo du anfängst.
Klassikerroute: Oslo – Bergen – Fjordnorwegen (1–2 Wochen)
Das ist die Route, mit der die meisten anfangen – und die trotzdem nie enttäuscht. Sie verbindet die zwei schönsten Städte Norwegens mit den spektakulärsten Fjorden des Landes.
Empfohlene Stationen:
- Oslo – 1–2 Tage: Vigeland-Skulpturenpark, Aker Brygge, Nationalmuseum
- Geilo / Hardangervidda – Hochplateau, dramatische Weite
- Hardangerfjord – der Blütenfjord im Frühling, einer der schönsten überhaupt
- Preikestolen (Pulpit Rock) – einer der ikonischsten Aussichtspunkte Europas, 2-stündiger Aufstieg
- Flåm – Fjordstädtchen, Ausgangspunkt für Sognefjord-Bootstouren
- Geirangerfjord – UNESCO-Welterbe, die berühmten Sieben Schwestern Wasserfälle
- Trollstigen – die Serpentinenstraße schlechthin, im Sommer offen
- Bergen – Bryggen, Fischmarkt, Floibanen-Seilbahn
Empfohlene Dauer: 10–14 Tage
Startorte zum Mieten: Oslo oder Bergen (One-Way möglich)
Beste Reisezeit: Mai–September
Der Geirangerfjord ist im Juli voll. Wenn du kannst, fahr im Mai oder September – das Licht ist besser, die Parkplätze und die Fähren leerer.
Lofoten & Vesterålen
Die Lofoten sind etwas ganz Besonderes: Schroffe Berggipfel, die direkt aus dem Meer aufsteigen, rote Fischerhütten (Rorbuer) an winzigen Buchten, türkisblaues Wasser, das im August tatsächlich warm genug zum Schwimmen ist. Nur schön!
Empfohlene Stationen:
- Svolvær – das Tor zu den Lofoten, Ausgangspunkt für Wanderungen
- Henningsvær – das malerischste Fischerdorf der Inseln, Pflicht-Stopp
- Ramberg & Flakstadøya – die schönsten Strände der Lofoten
- Å – das Ende der Straße, buchstäblich das letzte Dorf
- Vesterålen – Geheimtipp nördlich der Lofoten: Walbeobachtung, kaum Touristen, eine Fährfahrt entfernt
Anreise: Per Fähre ab Bodø nach Moskenes oder über die E10 von Norden. Die E10 über die Brücken der Lofoten selbst ist eine der schönsten Straßenfahrten Norwegens.
Empfohlene Dauer: 7–10 Tage
Beste Reisezeit: Juni–August (Mitternachtssonne), Februar/März (Nordlichter + schneebedeckte Gipfel)
Nordkap-Expedition: Oslo – Tromsø – Nordkap (3–4 Wochen)
Das Nordkap ist für viele das Traumziel – der nördlichste Punkt Europas, erreichbar mit dem Auto, 307 Meter über dem Eismeer. Die Fahrt dorthin ist die eigentliche Reise.
Grobe Route: Oslo → Trondheim → Mo i Rana → Bodø (Fähre nach Lofoten optional) → Tromsø → Alta → Nordkap
Highlights unterwegs:
- Trondheim – Nidarosdom, entspannte Stadt
- Polarsirkel – du überquerst den Polarkreis, es gibt ein Museum
- Tromsø – die arktische Metropole, Ausgangspunkt für Nordlichter-Touren
- Alta – Felszeichnungen der Sami, UNESCO-Welterbe
- Nordkap – Eintritt ca. 30 € pro Person, lohnt sich trotzdem
Empfohlene Dauer: 21–28 Tage
Beste Reisezeit: Juni–August (Straßen frei, Mitternachtssonne); September–März für Nordlichter, aber einzelne Straßen können gesperrt sein
Die 18 Nationalen Touristenstraßen – Norwegens schönste Abschnitte
Das ist das Kapitel, das in keinem deutschen Reiseführer und in keinem Wettbewerber-Artikel steht – obwohl es das wichtigste Routenframework für jede Norwegen-Wohnmobil-Reise ist.
Norwegen hat offiziell 18 Nationale Touristenstraßen (Nasjonale turistveger) ausgewiesen – sorgfältig kuratierte Strecken, auf denen Architektur, Natur und Aussichtspunkte ein ganzheitliches Erlebnis ergeben. An diesen Straßen stehen vom Staat finanzierte Aussichtspunkte mit Architektur, die Preise gewonnen hat – Toilettengebäude, die aussehen wie Skulpturen, Rampen, die in den Fjord führen, Plattformen über dem Abgrund.
Die wichtigsten für Wohnmobil-Reisende:
Straße | Region | Highlight |
|---|---|---|
Atlantikstraße (Atlanterhavsvegen) | Møre og Romsdal | Brücken über das Meer, ikonisch |
Trollstigen | Møre og Romsdal | 11 Serpentinen, Wasserfall neben der Straße |
Geiranger–Trollstigen | Västra Götaland | UNESCO-Fjord + Serpentinen kombiniert |
Hardangerfjord | Fjordnorwegen | Obstblüte im Frühling, Hängebrücken |
Sognefjellet | Innlandet/Vestland | Höchste Passstraße Nordeuropas (1.434 m) |
Ryfylke | Rogaland | Lysefjord, Preikestolen-Zugang |
Lofoten | Nordland | Die E10 selbst ist eine Touristenstraße |
Kystriksveien (RV17) | Nordland | Küstenstraße mit 30+ Fährverbindungen |
Helgelandskysten | Nordland | Schärenküste, Inseln |
Varanger | Finnmark | Arktische Tundra, Saami-Kultur, Wildnis |
Mein Tipp: Die Atlantikstraße ist für mich das eindrucksvollste Straßenstück Norwegens – und dabei auch noch eine der Touristenstraßen. Plant einen Stopp bei Sturm ein: Wenn der Atlantik gegen die Brücken peitscht und Gischt über die Fahrbahn fliegt, ist das nicht bedrohlich – das ist Naturschauspiel.
Den Trollstigen kannst du dir hier in meinem Video ansehen!
Wann? Ab Minute 3:23!
🚗 Unterwegs: Maut, Fähren & Verkehrsregeln
AutoPASS erklärt – so funktioniert die Maut in Norwegen
Norwegen hat über 300 automatische Mautstationen, an denen ausschließlich elektronisch abgerechnet wird. Dein Kennzeichen wird fotografiert, die Gebühr wird automatisch berechnet. Es gibt keine Möglichkeit, bar zu zahlen oder anzuhalten.
Wenn du in Norwegen mietest: Der AutoPASS-Chip ist eingebaut, die Mautflatrate im Angebot – fertig.
Wenn du aus Deutschland mit eigenem oder gemietetem Wohnmobil einreist: Du benötigst entweder einen eigenen AutoPASS-Vertrag oder meldest dich bei epass24.com an. Epass24 ist der Service für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen – du registrierst dein Kennzeichen, fährst durch alle Stationen, bekommst nach der Reise eine Gesamtrechnung.
Pflicht-Mautchip für Wohnmobile über 3,5 Tonnen
Das wissen erstaunlich wenige: Wohnmobile über 3,5 Tonnen gelten in Norwegen als gewerbliche Fahrzeuge und sind zur AutoPASS-Nutzung gesetzlich verpflichtet. Ohne Chip fährst du in die höhere Mautkategorie (LKW-Tarif) und riskierst ein Bußgeld von bis zu 8.000 NOK.
Wenn du ein solches Fahrzeug aus Deutschland mitbringst, bestellst du den Chip über autopass.no und lässt ihn nach Norwegen schicken. Plane mindestens 2–3 Wochen Lieferzeit ein. Wer kurzfristig bucht, kann den Chip alternativ an der Grenze kaufen.
Fjord-Fähren: Wie buchen, wie bezahlen?
Kurzstrecken-Fähren (bis ca. 30 Minuten) musst du in der Regel nicht vorbuchen – anfahren, anstellen, einfahren. Bezahlung läuft über AutoPASS automatisch oder per Karte an Bord.
Längere Fähren auf touristischen Routen (z. B. Bodø–Lofoten) solltest du vorab online buchen**, besonders in der Hauptsaison. Norwegische Fährgesellschaften: Fjord1**, Norled**, Boreal – Buchung jeweils direkt auf deren Websites.
Wichtige Verkehrsregeln für Wohnmobilfahrer
- Geschwindigkeit: 50 km/h in Ortschaften, 80 km/h auf Landstraßen, 90–110 km/h auf Highways (seltener als in Deutschland)
- Licht: In Norwegen muss ganztägig mit Licht gefahren werden – immer
- Alkohol: Sehr niedrige Grenze von 0,02 % BAK – praktisch Null-Toleranz
- Höhenbeschränkungen: Ältere Tunnel haben teils Höhenbegrenzungen. Prüfe die Höhe deines Wohnmobils (meist 3,0–3,5 m) vor der Route
- Tunnelmaut: Viele Tunnel sind mautpflichtig – in der Flatrate meist enthalten
- Winterreifen: Von November bis März Pflicht auf Schnee und Eis – in gemieteten Fahrzeugen in Norwegen standardmäßig vorhanden
Tanken in Norwegen
Norwegen ist auf dem Weg zur Elektromobilität – aber als Wohnmobil-Reisender fährst du Diesel oder Benzin. Preise (Stand 2026): ca. 1,80–2,20 € pro Liter Benzin, etwas weniger für Diesel. Das ist teurer als Deutschland, aber beherrschbar.
Die App GasBuddy funktioniert auch in Norwegen – zeigt günstigere Stationen in der Nähe. In abgelegenen Regionen (Nordkap, tiefes Lofoten-Inland) können Tankstellen rar sein – nie unter Halbvoll fahren.
🏕️ Campingplätze & Wildcampen in Norwegen
Das Allemannsretten – was gilt wirklich für Wohnmobile?
Das „Jedermannsrecht“ (Allemannsretten) ist eines der schönsten norwegischen Konzepte und gleichzeitig eines der am häufigsten falsch verstandenen.
Was es besagt: Du darfst überall in der Natur zelten und biwakieren – auf öffentlichem Land, in Wäldern, an Seen und Fjorden. Das Recht besteht seit 1957 im Gesetz.
Was viele falsch verstehen: Das Allemannsretten gilt nicht automatisch für motorisierte Fahrzeuge . Mit dem Wohnmobil darfst du nicht einfach überall abstellen und übernachten. Es gibt aber eine pragmatische Regelung: Ein Nacht auf einem öffentlichen Parkplatz ist in der Regel erlaubt, wenn kein Verbotsschild vorhanden ist.
Die Regeln für Wohnmobil-Wildcamping:
- Mindestabstand von 150 Metern zu Wohnhäusern und Hütten einhalten
- Kein Privatland, kein Ackerland
- Verbotschilder und „No Overnight Parking“-Schilder konsequent beachten
- Müll mitbringen – Platz sauberer hinterlassen als vorgefunden
- In Naturschutzgebieten gelten gesonderte Regeln
Es gibt außerdem sehr viele offiziell ausgewiesene Stellplätze (Rasteplasser) entlang der Touristenstraßen – oft mit Panoramalage, kostenlos, mit einfachen Sanitäranlagen. Diese sind die beste Option für eine Nacht abseits von Campingplätzen.
Für Stellplatz-Suche in Norwegen empfehle ich Park4Night (auch offline nutzbar) und iOverlander . Beide haben dichte Einträge für Norwegen mit GPS-Koordinaten und Bewertungen echter Reisender. Die App UT.no ist zusätzlich top für Wanderrouten an Stellplätzen.
Campingcards: Lohnt sich die ACSI-Karte?
Die ACSI-Card kostet ca. 20 € im Jahr und gibt dir in der Nebensaison Zugang zu ca. 3.500 Campingplätzen in Europa zu einem Festpreis (meist 20–25 €). In Norwegen nehmen etliche Plätze teil – für Frühjahrstrips (Mai) oder Herbsttrips (September/Oktober) kann sich die Karte schon nach 3–4 Nächten amortisieren.
☀️🌌 Beste Reisezeit: Sommer oder Winter?
Das Besondere an Norwegen: Es ist zu fast jeder Jahreszeit schön – aber für jeweils völlig andere Dinge.
Mitternachtssonne: Mai bis Juli
Nördlich des Polarkreises geht die Sonne zwischen Ende Mai und Mitte Juli nicht unter. Das klingt abstrakt, bis du es erlebt hast: Um Mitternacht sitzt du draußen am Fjord, das Licht ist golden, es ist 15 °C – und du weißt nicht mehr, ob es Abend oder Morgen ist. Die Lofoten in dieser Zeit sind ein Erlebnis, das schwer zu beschreiben ist.
Hochsaison (Juli/August) bedeutet: volle Campingplätze, höhere Preise, mehr Verkehr auf den Touristenstraßen. Wer kann, fährt im Juni – gleiche Mitternachtssonne, weniger Trubel.
Nordlichter: Oktober bis März
Nordlichter sind für viele der eigentliche Grund für eine Norwegen-Reise. Die beste Chance hast du in Nordnorwegen (Tromsø, Alta, Lofoten) zwischen Oktober und März – bei klarem Himmel und dunklen Nächten. Garantieren kann sie niemand; das ist Natur, kein Showprogramm.
Wohnmobil im Winter: Das funktioniert in Norwegen gut, solange du auf ein paar Dinge achtest. Gemietete Fahrzeuge haben Winterreifen, die Heizung muss unbedingt gecheckt werden, und Frischwassertank sowie Abwassertank können bei Minustemperaturen einfrieren. Frag den Vermieter explizit nach dem Winterpaket und Isolation.
Peak-Zeiten für Nordlichter-Trips: Februar und März – die statistisch besten Chancen, und die Lofoten sind dann noch schneebedeckt. Wunderschön, aber buche frühzeitig.
Schulterzeit: April/Mai und August/September
Das ist meine persönliche Empfehlung. Im Mai blüht der Hardangerfjord, die Touristenmassen sind noch nicht da, die Preise sind niedriger – und viele Wanderwege sind bereits passierbar. Im September wird es ruhiger, das Licht ist warm und gold, und die ersten Nordlichter-Chancen beginnen. Der absolute Sweet Spot.
📋 So buchst du dein Wohnmobil: Schritt für Schritt
Wann buchen?
Für Hauptsaison (Juni–August) und Nordlichter-Peaks (Februar/März): Mindestens 6 Monate im Voraus. Norwegen hat deutlich weniger Wohnmobile als die USA – die Verfügbarkeit ist schneller erschöpft.
Für Schulterzeit und Nebensaison: 3–4 Monate reichen in der Regel.
Mein Tipp: Für Lofoten im Juli in Kombination mit einer Tromsø-Station: So früh wie möglich buchen. Touring Cars und Arctic Campers haben in Tromsø begrenzte Flotten – die sind im Januar für den Juli bereits zu großen Teilen vergeben.
Führerschein, Mindestalter, Versicherung
- Führerschein: Klasse B reicht vollständig aus. Ein internationaler Führerschein wird in Norwegen nicht verlangt, schadet aber nicht.
- Mindestalter: Meist 21 Jahre, teils 25 Jahre je nach Fahrzeugkategorie. Jungfahrer-Aufschlag (unter 25): ca. 10–15 €/Tag.
- Versicherung: Basisversicherung ist inklusive, aber die Selbstbeteiligung ist in Norwegen bei fast allen Anbietern sehr hoch (oft 2.000–3.000 €). Upgrade auf niedrigere SB dringend empfohlen – Norwegens enge Bergstraßen verzeihen wenig.
Checkliste: Worauf bei der Buchung achten
1. ✅ Ist die Mautflatrate inklusive – und was genau deckt sie ab?
2. ✅ Sind Fähren in der Flatrate enthalten?
3. ✅ Wie hoch ist die Selbstbeteiligung?
4. ✅ Sind Winterreifen montiert (Oktober–April)?
5. ✅ Gibt es AutoPASS-Chip im Fahrzeug?
6. ✅ Sind Küche, Bettwäsche und Campingausstattung inklusive?
7. ✅ Wie sind die Stornierungsbedingungen?
8. ✅ Gibt es einen 24h-Notfalldienst auf Englisch oder Deutsch?
9. ✅ Welche Stationen gibt es für One-Way-Mieten?
10. ✅ Wie weit ist die Station vom Flughafen entfernt – gibt es Shuttle?
🐕 Norwegen mit Hund im Wohnmobil – das musst du wissen
Norwegen ist ein hundefreundliches Reiseland – aber es gibt bürokratische Anforderungen, die du unbedingt vor der Reise erledigen musst.
Was dein Hund braucht:
- EU-Heimtierausweis mit Chip und gültigem Tollwut-Impfschutz (muss mindestens 21 Tage vor Einreise geimpft worden sein)
- Bandwurmbehandlung: 24 bis 120 Stunden vor der Einreise muss dein Hund gegen Bandwürmer behandelt und die Behandlung im Heimtierausweis eingetragen worden sein. Das macht dein Tierarzt – nicht vergessen!
- Leinenpflicht in bewohnten Gebieten, auf Campingplätzen und in der Nähe von Nutztieren
Verbotene Hunderassen: Norwegen hat eines der strengsten Rassenverbote Europas. Verboten sind unter anderem Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Tosa Inu, Dogo Argentino und Czechoslovakian Wolfdog. Bei Mischlingsmerkmalen kann es zu Problemen an der Grenze kommen.
Campingplätze: Die meisten norwegischen Campingplätze erlauben Hunde – frage aber bei der Buchung nach. Einige beliebte Plätze auf den Lofoten haben Hunde in bestimmten Bereichen verboten.
⚠️ Wichtig: Die Bandwurmbehandlung ist Pflicht und wird an der Grenze stichprobenartig kontrolliert. Ohne korrekten Eintrag im Heimtierausweis riskierst du Quarantäne oder Einreiseverweigerung für deinen Hund.
❓ Häufige Fragen zum Wohnmobil mieten in Norwegen
Darf ich in Norwegen mit dem Wohnmobil wildcampen?
Nicht überall. Das Allemannsretten (Jedermannsrecht) gilt grundsätzlich für alle Menschen in der Natur – aber für motorisierte Fahrzeuge gibt es Einschränkungen. Du darfst eine Nacht auf öffentlichen Parkplätzen stehen (wenn kein Verbotsschild), auf ausgewiesenen Rastplätzen und auf Stellplätzen. Freies Stehen in der Natur ist mit dem Wohnmobil nicht automatisch erlaubt. Halte immer 150 Meter Abstand zu Wohnhäusern und beachte Verbotsschilder.
Was ist die Mautflatrate und muss ich sie zahlen?
Die Mautflatrate ist eine Tagespauschale (~25–35 €), die alle Anbieter in Norwegen zur Mietgebühr addieren. Sie deckt die AutoPASS-Mautzahlungen ab, die an den über 300 automatischen Mautstationen anfallen. Du kannst sie nicht umgehen – und würdest ohne sie in Bußgeldfallen laufen.
Brauche ich einen AutoPASS-Chip?
Wenn du in Norwegen mietest: Nein, der Chip ist bereits eingebaut. Wenn du dein Fahrzeug aus Deutschland mitbringst: Ja, du brauchst entweder einen AutoPASS-Chip (bestellen über autopass.no, mindestens 2–3 Wochen Vorlauf) oder meldest dich bei epass24.com für die automatische Nachberechnung an. Für Wohnmobile über 3,5 Tonnen ist der Chip gesetzlich vorgeschrieben.
Wann ist die beste Reisezeit für Norwegen?
Das kommt darauf an. Mitternachtssonne und grüne Natur: Juni bis August . Nordlichter und winterliche Lofoten: Oktober bis März . Bestes Preis-Touristen-Verhältnis: Mai und September . Es gibt kein schlechtes Reisemonat – nur unterschiedliche Norwegen.
In Deutschland oder in Norwegen mieten – was ist günstiger?
Beides liegt bei realistischer Gesamtrechnung erstaunlich nah beieinander. In Deutschland mieten und mit der Fähre fahren lohnt sich besonders für Reisende aus Norddeutschland und für Trips über 3 Wochen. Direkt in Norwegen mieten ist sinnvoller bei kurzen Trips unter 2 Wochen, bei Anreise per Flugzeug oder aus dem süddeutschen Raum.
Wie viel kostet ein Wohnmobil in Norwegen pro Tag?
Realistisch inklusive Mautflatrate und Versicherungs-Upgrade: 150–220 € pro Tag in der Hauptsaison, 100–150 € in der Schulterzeit. Der Basispreis ohne Extras klingt günstiger – rechne aber immer mit dem Gesamtpaket.
Wie komme ich am besten mit dem Wohnmobil nach Norwegen?
Drei Optionen: (1) Fähre Kiel–Oslo (Color Line, ca. 20 Stunden, ab ca. 500 € einfach mit Wohnmobil), (2) Fähre Hirtshals–Bergen oder Kristiansand (kürzer, günstiger, dann Landweg), (3) Landweg durch Dänemark und Schweden (Öresundbrücke, ca. 10–12 Stunden Fahrzeit ab Hamburg). Ab Süddeutschland ist Fliegen und Mieten vor Ort meist sinnvoller.
Welcher Anbieter ist der beste in Norwegen?
Für die erste Norwegen-Reise mit deutschem Support: Roadsurfer . Für maximalen Komfort mit neusten Fahrzeugen und Tromsø-Station: Touring Cars . Für Nordnorwegen und Offroad: Arctic Campers . Für individuelle Trips mit Budget-Fokus: Housecar (privat).
Steffen
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Steffen von Loving Travel
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