Eine Reise zu den Weinländern Europas

Die europäischen Länder sind in vielerlei Hinsicht immer wieder eine Reise wert. Kulinarisch haben sie euch ebenfalls so einiges zu bieten. Viele der Länder sind aber nicht nur für ihre großartige Küche, sondern auch für ihre Weinkultur bekannt. Wir möchten euch in unserem Ranking die Weinländer Europas näher vorstellen und sie euch im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft machen.

So kommt unser Ranking zustande

Wein ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und deshalb ist es unmöglich, eine pauschale Aussage darüber zu treffen, welcher angeblich der beste Wein sei. Jedes Weinland in Europa hat hingegen individuelle Vorzüge und daher gleichermaßen Fans wie Kritiker. Um ein objektives Ranking zu erstellen, haben wir deshalb den „OIV – Weltkonjunkturbericht April 2021“ zu Rate gezogen. Es geht darin weniger um eine geschmackliche oder qualitative Bewertung, denn diesbezüglich überzeugen sicherlich alle der folgenden Weinländer. Vielmehr geht es um die vorhandenen Rebflächen der einzelnen Nationen und ihre Weinerzeugnisse. Am besten bereist ihr aber einfach alle der folgenden Nationen, um euch ein eigenes Bild von Wein und Land zu machen…

Italien

Italienischer Wein ist weltberühmt und das nicht ohne Grund: Der Weinbau gehört in Italien zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige mit einem Umsatz von 16 Milliarden Euro. Fast 60 Millionen Hektoliter Wein werden dort jedes Jahr erzeugt, wovon fast die Hälfte in die Kategorie der DOC- und DOCG-Weine fällt. Wenig verwunderlich ist daher, dass Italien dieses Ranking anführt. Insgesamt zählt das Land 20 verschiedene Regionen, von denen jede mindestens eine eigene Weinregion besitzt. Die Toskana ist sogar in zwei und das Piemont in insgesamt vier unterschiedliche Weinzonen unterteilt. Sie sind daher die bekanntesten Weingebiete in Italien und stehen gemeinhin für Wein in Spitzenqualität. Vor allem die Rebsorten Nebbiolo, Sangiovese, Barbera und Aglianico kommen dabei zum Einsatz. Doch italienischer Wein ist nicht zwingend rot, sondern fast die Hälfte der Produktion widmet sich mittlerweile dem Weißwein.

Das gilt auch für die weiteren italienischen Weinregionen, die den bekannteren Nachbarn in nichts nachstehen. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich seit einigen Jahren zum Beispiel die Anbauregionen im Süden von Italien wie Sizilien oder Apulien. Sie machen mit der Emilie-Romagna und dem Veneto mittlerweile sogar die Hälfte der italienische Weinerzeugnisse aus – Tendenz steigend. Das liegt mitunter an den ungewöhnlichen Böden aus vulkanischem Gestein, die für Weine der besonderen Art sorgen. Aber auch für seine Schaumweine genießt Italien seit langer Zeit einen exzellenten Ruf. Das liegt unter anderem an der langen Tradition, die der Weinbau in Italien hat, denn schon die Phönizier brachten ihn einst ins Land, bevor die griechischen Kolonien diesen förderten und weiterentwickelten. Im Jahr 1716 bildete sich in der Toskana schließlich das erste Weinbaugebiet der Welt. Seit den 1980ern entstanden immer mehr neue Weinregionen und in vielen Familien wird die Winzertradition von Generation zu Generation weitergegeben.

Frankreich

Fast ebenso lang wie die italienische Weintradition dauert auch die Rivalität mit französischen Winzern an. Frankreich ist eines der ersten Länder, an das viele Menschen denken, wenn es um Qualitätswein geht. Schließlich stammen pro Jahr fast 50 Millionen Hektoliter Wein aus Frankreich, von denen aber nur rund ein Drittel exportiert wird. Die Franzosen lieben also ihren eigenen Wein, schließlich gehört er untrennbar zur französischen Küche. Insgesamt kommt die französische Weinbranche damit auf einen Umsatz von mehr als 20 Milliarden Euro – und damit mehr als Italien. Denn die Qualitätsweine aus Frankreich sind oftmals teurer als jene der italienischen Nachbarn und nach dazu kommt der hochpreisige Champagner aus Frankreich; der König aller Schaumweine.

Frankreich spielt auf dem Weltmarkt also nicht nur quantitativ eine wichtige Rolle, wenn es um Wein geht, sondern auch qualitativ. Genau genommen, richten sich viele internationale Weinstandards bis heute am französischen Vorbild aus und daher befindet sich in Paris zugleich der Sitz der Internationalen Organisation für Rebe und Wein. Es sind vor allem Namen wie Merlot, Chardonnay und Cabernet Sauvignon, die jedem Weinkenner ein Begriff sind und zu den bekanntesten sowie beliebtesten französischen Rebsorten gehören. Dementsprechend sind fast drei Viertel der in Frankreich gekelterten Tropfen Rot- oder Roséweine. Weißwein spielt im französischen Weinbau hingegen seit jeher eine untergeordnete Rolle. Insgesamt zählt Frankreich 14 verschiedene Weinregionen auf einer Rebfläche von 708.743 Hektar. Die größten dieser Regionen sind Languedoc Roussillon und Aquitaine.

Spanien

 Spanischer Wein ist weniger bekannt als jener aus Italien oder Frankreich – aber nicht weniger lohnenswert. Tatsächlich erzielt auch Spanien jedes Jahr einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro mit dem Weinbau. Tendenz steigend. Damit gehört Spanien zu den drei führenden Weinbaunationen der Welt und zählt rund eine Million Hektar Rebfläche. Diese bringt circa 40 Millionen Hektoliter Wein pro Jahr hervor. Würde es allein nach der Größe der Rebflächen gehen, würde Spanien dieses Ranking also anführen. Alle 17 spanischen Regionen haben mittlerweile eigene Anbaugebiete und bieten dabei aufgrund ihrer klimatischen Unterschiede eine große Vielfalt. Die mit Abstand größte Weinregion ist Castilla La Mancha mit fast der Hälfte aller spanischen Anbauflächen. Insgesamt sind über 60 Prozent aller Weinbauflächen in Spanien als DO Wein klassifiziert. Es sind aber nicht nur die klimatischen Bedingungen, die Spanien zu einem Weinland gemacht haben, sondern auch die lange Tradition des Weinbaus auf der Iberischen Halbinsel.

Bereits vor mehr als 5.000 Jahren sollen dort Weine erzeugt worden sein, auch wenn es lange Zeit gedauert hat, bis Spanien zu einem wichtigen Exporteur wurde. Mittlerweile ist das Land jedoch aus seinem Schattendasein herausgetreten und vertreibt seine Weine in aller Welt. Die Rotweine dominieren dabei, doch auch Rosé- und Weißweine erfreuen sich steigender Beliebtheit. Im Jahr 2014 konnte Spanien daher sogar zum ersten Mal den Titel als größer Weinexporteur überhaupt einholen. Allerdings gehören neben den Qualitätsweinen dazu auch viele Billigweine, die hauptsächlich zur Weiterverarbeitung genutzt werden, beispielsweise für den typisch spanischen Sangria. Insgesamt werden mehr als 250 verschiedene Rebsorten in Spanien angebaut. Rund die Hälfte der Rebfläche wird dabei für weiße Trauben genutzt, was Spanien zum größten Weißweinhersteller der Welt macht. Am häufigsten sind daher Airén, Tempranillo und Bobal zu finden. Und etwa 5.000 Weingüter sowie mehr als 150.000 Winzer machen mit beeindruckenden Zahlen deutlich, wie wichtig der Weinbau in Spanien wirklich ist.

Deutschland

Etwas mehr als neun Millionen Hektoliter Wein werden in Deutschland jedes Jahr produziert. Damit ist Deutschland im Vergleich zu den drei Spitzenreitern ein eher kleines Weinland. Mehr als elf Milliarden Euro Umsatz machen aber deutlich, dass es trotzdem alles andere als ein unbedeutendes Land ist. Im Gegenteil: Deutschland genießt internationales Renommee für seinen Qualitätswein. Dieser stammt aus insgesamt 13 verschiedenen Regionen, die jedoch nicht allesamt Qualitätswein produzieren, sondern auch andere Güteklassen wie Tafel- oder Landwein. Bezeichnend für deutschen Wein ist neben diesen Klassifikationen auch, dass es sich zum Großteil um Weißwein handelt. Genauer gesagt sind rund zwei Drittel aller deutschen Weine weiß, weshalb Deutschland auch gerne als das Weißweinland schlechthin bezeichnet wird. Trotzdem steht es bei dessen Exportzahlen hinter Spanien zurück.

Die nach Rebfläche größte Anbauregion in Deutschland ist Rheinhessen, gefolgt von der Pfalz und Baden. Die häufigsten Rebsorten sind Riesling, Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder sowie unter den Rotweinen der Spätburgunder. Insgesamt gibt es rund 80.000 Winzer in Deutschland, die ebenfalls auf eine lange Tradition zurückblicken: Bereits mit den Kelten kam der Wein nach Deutschland, jedoch wurden damals vermutlich noch Wildreben für die Produktion genutzt. Erst mit den römischen Legionen begann schließlich die gezielte Kultivierung, die anschließend immer weiter verfeinert wurde, wie archäologische Funde aus dem Jahr 1977 beweisen. Vor allem die Mosellandschaft spielte damals eine zentrale Rolle, bevor sich der Weinbau auch in andere deutsche Regionen ausbreitete. Bis heute spielt er sich aber nach wie vor eher südlich des 50. Breitengrades ab.

Portugal

Von den optimalen Bedingungen für den Weinbau auf der Iberischen Halbinsel profitiert natürlich auch Portugal. Allerdings handelt es sich flächenmäßig um ein eher kleines Land und dementsprechend stehen auch weniger Rebflächen zur Verfügung. Trotzdem kommt Portugal mit einer Anbaufläche von „nur“ 239.000 Hektar auf einen beeindruckenden Umsatz von über drei Milliarden Euro pro Jahr. Insgesamt werden etwa sieben Millionen Hektoliter jährlich produziert, von denen ein Großteil exportiert wird. Diesbezüglich verzeichnet Portugal fast jährlich neue Rekordzahlen. Etwa 15 Prozent der portugiesischen Bevölkerung lebt vom Weinbau – damit handelt es sich um ein Weinland im wahrsten Sinne des Wortes.

Zehn unterschiedliche Weinregionen zählt Portugal auf dem Festland und den Inseln. Die größte Weinregion ist Minho, wo Weine mit den Herkunftsbezeichnungen Vinho Regional Minho und Vinho Verde DOC entstehen. Aber auch andere Weinbaugebiete des Landes haben individuelle Besonderheiten: Douro ist beispielsweise die älteste abgegrenzte Weinregion der ganzen Welt und die Anbaufläche in Alentejo ist die größte ihrer Art in Portugal: Rund zehn Prozent aller Trauben des Landes wachsen hier. Allein dieser Besonderheiten wegen lohnt sich eine Reise in das Weinland Portugal. Ein Wein darf dabei aber natürlich nicht vergessen werden, nämlich der international bekannte und beliebte Portwein. Ansonsten bietet das Land auf der Iberischen Halbinsel eine ausgewogene Mischung aus Weiß- und Rotweinen. Bevorzugte Rebsorten sind zum Beispiel Tinta Roriz, Touriga Nacional, Alfrocheiro, Verdelho, Azal Branco, Trajadura oder Alvarinho – und damit ist die Liste der portugiesischen Weinvielfalt noch lange nicht zu Ende.

Rumänien

Bislang gab es wenige Überraschungen in diesem Ranking. Rumänien würden die meisten Menschen hingegen nicht zu den bekanntesten oder größten Weinbauländern Europas zählen. Ein Trugschluss, denn Rumänien ist nicht nur ein sehenswertes Reiseland, sondern auch ein nennenswertes Weinland. Immerhin 495 Millionen Euro Umsatz kann dort jedes Jahr durch den Weinbau generiert werden. Ein Wirtschaftszweig, der nicht erst kürzlich entdeckt wurde, sondern in Rumänien wird bereits seit mehr als 6.000 Jahren Wein kultiviert. Damit ist Rumänien eines der ältesten Weinländer nicht nur von Europa, sondern der ganzen Welt. Das mag auch an den hervorragenden klimatischen Bedingungen liegen, die dort für den Weinbau geboten sind. Trotzdem können die Weine qualitativ bislang nicht mit den Konkurrenten der Spitzenreiter in diesem Ranking mithalten. Das soll sich jedoch in Zukunft ändern.

Derzeit zählt Rumänien sieben Weinregionen, allerdings werden fast 80 Prozent aller Weine in Moldova, Oltenia und Muntenia produziert. Insgesamt erstrecken sich die Rebflächen des Landes über 250.000 Hektar, wovon drei Viertel für weiße Rebsorten genutzt werden. Auch Rumänien genießt daher den Ruf als Weißweinland. Angebaut werden vor allem einheimische Rebsorte, von denen es etwa 60 verschiedene gibt – darunter durchaus auch einige Rotweinsorten. Dazu gehören beispielsweise Băbească Neagră, Negru de Drăgășani oder Busuioacă de Bohotin. Beliebte Weißweinsorten aus Rumänien sind hingegen Silvaner, Fetească Regală, Frâncușă, Grasă de Cotnari, Mustoasă de Măderat, Fetească Albă sowie Plăvaie. Aber auch ausländische Rebsorten wie Chardonnay oder Cabernet Sauvignon werden in rumänischen Weinregionen angebaut.

Ungarn

Wenn ihr nach Ungarn reist, beispielsweise als Städtetrip nach Budapest, sollte eine Weinverkostung ebenfalls auf dem Programm stehen. Denn der Weinbau hat in Ungarn eine lange Tradition und einige der heimischen Weine genießen weltweites Renommee – vor allem der Süßwein Tokaj. Insgesamt zählt Ungarn eine Rebfläche von 65.000 Hektar in acht Weinregionen. Tendenz steigend, denn die Weinszene erlebt in dem Binnenland seit einigen Jahren einen regelrechten Aufschwung. Kein Wunder, schließlich sind die klimatischen Bedingungen optimal für die Produktion von vor allem weißem Wein. Schon jetzt kommt Ungarn damit auf einen Jahresumsatz von 517 Millionen Euro und auch hier geht die Tendenz nach oben.

Ungarn ist ebenfalls ein typisches Weißweinland, trotzdem wird auch die rote Rebsorte namens Kekfrankos in großen Mengen angebaut. Bekannter und beliebter sind jedoch die weißen Rebsorten aus Ungarn, allen voran Furmint und Welschriesling. Aus Furmint wird zudem der berühmte Tokajer gewonnen. Aber auch internationale Rebsorten sind in Ungarn zu finden, beispielsweise der Cabernet Sauvignon oder Chardonnay. Und auch hier lohnt sich ein Blick zurück in die Geschichte, denn bereits in der Antike soll in Ungarn der Weinbau betrieben worden sein. Spätestens seit dem Mittelalter gehörten die Weine dann zu den bekanntesten und beliebtesten Tropfen des heutigen Europas.

Österreich

Auch der ungarische Nachbar Österreich nimmt einen Platz in diesem Ranking ein. Der jährliche Umsatz mit dem Weinbau liegt dort zwischen zwei und drei Milliarden Euro pro Jahr – und das bei einer Anbaufläche von gerade einmal 45.000 Hektar. Nur etwa 2,5 Millionen Hektoliter Wein werden demnach in Österreich produziert, was im internationalen Vergleich eher wenig ist. Trotzdem sind die Weine des Landes keinesfalls unbedeutend. Vor allem im eigenen Land werden diese gerne konsumiert und daher nur in kleinen Mengen exportiert. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass der Weinbau in Österreich auf eine fast 5.000-jährige Tradition zurückblickt. Leider ist derzeit aber eher ein Rückgang der Branche zu erkennen. Seit dem Jahr 1999 hat sich die Zahl der österreichischen Winzer um etwa ein Drittel reduziert.

Noch spielt der Weinbau in Österreich aber wirtschaftlich eine wichtige Rolle, vor allem die Produktion von Weißwein. Sie macht ungefähr 65 Prozent der Weinproduktion aus, während nur etwa 35 Prozent der Rebflächen mit roten Sorten bestockt sind. Die Rebflächen verteilen sich auf vier eigenständige Weinregionen, die insgesamt in 16 Gebiete aufgeteilt sind: Steiermark als das höchstgelegene Anbaugebiet des Landes, Burgenland mit der größten Vielfalt an Rebsorten, Wien als kleinstes Weinbaugebiet quasi direkt bei der Hauptstadt und Niederösterreich als größte dieser Weinregionen. Wenn es um die Rebsorten geht, sind bei unseren österreichischen Nachbarn vorherrschend: Grüner Veltiner, Zweigelt, Welschriesling, Blaufränkisch, Riesling, Weißburgunder, Müller-Thurgau, Chardonnay und Blauer Portugieser.

Griechenland

Über eine Milliarde Euro Umsatz zählt Griechenland jedes Jahr durch den Weinbau. Schließlich bietet das heimische Gebirge mit seinen Böden aus Granit, Kalk und vulkanischen Gesteinen hervorragende Bedingungen für den Weinbau. Hinzu kommt das warme sowie mediterrane Klima mit seinen milden Wintern. 113.000 Hektar der Landfläche werden daher für den Weinanbau genutzt – und das nicht erst seit Kurzem. Schon in der Antike kam der Weinbau nach Griechenland und breitete sich bis zum 15. Jahrhundert immer weiter aus. Seit dem Ende der griechischen Militärdiktatur in den 1970ern ging diese Entwicklung weiter und vor allem der Qualitätswein steht dabei im Fokus. Der griechische Weinbau steht daher ganz im Zeichen der Qualitätspolitik und genießt zurecht internationale Anerkennung. Mittlerweile hat Griechenland sogar eigene Qualitätsstufen, die von Tafelwein (Epitrapezios Inos) bis zur höchsten Klassifizierung Epilegmenos (Reserve) für OPAP und OPE Weine reicht.

Quasi in allen Teilen des Landes sowie auf vielen Inseln wird Wein angebaut. Die Weinregionen können grob in neun unterschiedlichen Gebieten zusammengefasst werden: Ägäische Inseln, Epirus, Ionische Inseln, Kreta, Makedonien, Peloponnes, Thessalien, Thrakien und Zentralgriechenland. Alles in allem zählt die Rebfläche rund 110.000 Hektar. Bei den Rebsorten könnte die Vielfalt nicht größer sein, denn Griechenland ist sozusagen die Heimat der autochthonen Rebsorten, weshalb schätzungsweise rund 200 bis 350 verschiedene Sorten angebaut werden. Dadurch hat Griechenland eine große Anzahl an regionalen Weinen und nur etwa zehn Prozent der Rebfläche werden für den Qualitätswein verwendet. Vorherrschend sind in Griechenland aber in jedem Fall die roten Reben, wobei einheimische Sorten wie Agiorgitiko, Liatiko oder Mandilaria besonders beliebt sind. Bei den weißen Reben werden neben internationalen Trauben wie Chardonnay oder Ugni Blanc ebenfalls vor allem die autochthonen Sorten gewählt: Roditis, Savatiano, Aidani Aspro oder Assyrtiko – und damit ist die Liste noch lange nicht zu Ende.

Weitere europäische Weinländer

Es sind also längst nicht nur die großen Namen wie Frankreich oder Italien, die genannt werden müssen, wenn es um europäische Weinländer geht. Stattdessen wird der Weinbau vielerorts betrieben und es ist eben diese Vielfalt, die ihn in Europa so interessant macht. Nicht immer handelt es sich dabei um Qualitätsweine, doch versprühen alle Weine ihren eigenen Charme und zugleich erzählen sie die individuellen Geschichten ihrer Regionen. Eine kulinarische Reise von Weinland zu Weinland zu machen, ist daher unglaublich spannend und eine tolle Idee für euren nächsten Urlaub.

Sollten die in diesem Ranking genannten Länder dafür nicht ausreichen, stehen noch zahlreiche weitere Weinländer in Europa zur Auswahl. Weinbau wird mittlerweile nämlich fast überall betrieben, sogar im hohen Norden: Schweden und Dänemark versuchen sich beispielsweise seit einigen Jahren an der Weinproduktion. Aber auch in der Ukraine und in Weißrussland, in Moldawien und Serbien, in San Marino und Belgien, in England und Irland wird Wein angebaut…und auch hier könnte die Liste ewig fortgeführt werden. Prinzipiell gibt es also nur wenige Länder auf dem europäischen Kontinent, die keinen eigenen Wein produzieren.

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Über die Autorin
Laura Schulze

Ich liebe das Reisen! Ganz gleich, ob ins australische Outback, zu den Fjorden von Norwegen oder Städtetrips in den schönsten Metropolen der Welt wie Paris, Singapur, Barcelona oder New York unternehme - ich schreibe euch meine besten Tipps nieder, damit auch eure Reise zu einem ganz besonderen Highlight wird.

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Steffen von Loving Travel

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