
Südwesten USA Roadtrip: Highlights, National Parks & Tipps

Ein Roadtrip einmal quer durch die USA: Start in New York City, dann per Flug nach Denver und von dort mit dem Camper durch Colorado, Utah und Arizona bis nach Kalifornien. Am Ende ging es per Flieger zurück nach New York.
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Ich war knapp 30 Mal in den USA und liebe genau diese Mischung: große Städte, krasse Natur, lange Straßen, kleine Stopps, die man vorher gar nicht auf dem Zettel hatte. In den nächsten Abschnitten findest du die Route in der Reihenfolge aus dem Video, plus die Dinge, die bei uns gut funktioniert haben und wo du besser vorbereitet sein solltest.
Inhaltsverzeichnis
ToggleAbflug nach New York City: Start in die Tour
Wir sind zuerst nach New York geflogen, haben uns ein paar Tage akklimatisiert und sind dann weiter in Richtung Südwesten. Der Trip war besonders, weil wir nach New York eben nicht einfach nach Hause sind, sondern das Ganze erst richtig losging.
Ein ehrlicher Punkt direkt am Anfang: Es lief nicht alles glatt. Wir hatten Regen und beim Weiterflug später richtig Stress mit Verspätung, weil das Flugzeug zu schwer war. Sowas kann passieren. Plane bei Anschlussplänen lieber nicht zu knapp.
Denver: Downtown, Larimer Street und Union Station
Denver stand schon lange auf meiner Liste. Wir waren in Downtown, das ist super als Basis: viele Restaurants, Bars, dazu Spots wie Ballpark und Coors Field in der Nähe.
Fürs Reinkommen in die Stadt liebe ich Klassiker: Frühstück im Diner, unter Leute mischen, dann loslaufen. Larimer Street ist so ein Herzstück, wo du shoppen kannst, gut essen kannst und abends richtig Leben ist.
Must-see in Denver: die Union Station. Riesige Deckenhöhe, Food, kleine Läden, Bar. Und ja: Tacos gehen in Denver richtig gut. Wir haben uns da einmal komplett durchprobiert.
Und weil ich es lieber ehrlich sage: Auf dem Weg Richtung RiNo (North River) mit den Wandmalereien war es teils super schön, aber zwischendurch merkst du auch, dass nicht jede Ecke gleich entspannt ist. Wir sind an ein, zwei Stellen einfach zügiger durch.
Rocky Mountain National Park: Time Ticket und erster Stopp
Von Denver ging es nach Estes Park. Schon die Fahrt dahin ist ein Highlight, weil du die ersten Ausläufer der Rockies siehst und die Landschaft schnell wechselt.
Wichtig für deine Planung: Wir hatten die Time Tickets vorher gekauft. Mach das rechtzeitig, dann bist du vor Ort deutlich entspannter.
Bear Lake & Alberta Falls: zwei kurze Trails, die sich lohnen
Nach dem Eingang wurde uns empfohlen, das kostenlose Shuttle zu nehmen. Das bringt dich zum Bear Lake und spart Nerven mit Parkplatzsuche.
Bear Lake ist super easy: der Rundweg ist kurz, gut ausgebaut und in der Regel schnell machbar. Du bist trotzdem nicht allein, aber es verteilt sich.
Von dort ging es weiter zu den Alberta Falls. Das sind ungefähr 1,6 km vom Abzweig entfernt. Auf dem Weg dorthin war deutlich weniger los und es war richtig ruhig. Die Falls sind ein schöner Abstecher, auch wenn ich im Video ehrlich sage: nicht so beeindruckend wie die Niagara-Fälle, aber definitiv worth it, wenn du eh da bist.
Scenic Drive durch den Rocky Mountain National Park
Am nächsten Tag sind wir früh wieder rein und sind eine andere Route gefahren, einmal quer durch mit vielen Viewpoints. Das Wetter war oben teils dramatisch, aber genau das macht es auch aus: Sonne, Nebel, sogar Schnee an manchen Stellen.
Mein Tipp: Nutze die Lookouts. Zwischendurch gibt es immer wieder Parkplätze, wo du rausfahren kannst. Wenn du endlich freie Sicht hast, lohnt sich jeder Stopp.
- Früh starten, dann ist es meist angenehmer.
- Wetter vorher checken, wir sind bewusst „der Sonne entgegen“ gefahren.
- Ein kleiner Snack-Stopp mit Aussicht gehört dazu.
Continental Divide: Atlantik oder Pazifik
Das ist so ein Stopp, den ich immer wieder feiere: die Continental Divide. Hier entscheidet sich vereinfacht gesagt, ob Wasser Richtung Atlantik oder Richtung Pazifik fließt. Das gibt es nicht überall, deshalb: kurz anhalten, Foto, Moment mitnehmen.
Campground KOA Steamboat Springs: schöne Lage, aber nicht immer entspannt
Camping klingt oft nach totaler Entschleunigung. In der Praxis bist du mit Kids und Camper aber auch ganz schön eingespannt. Das war bei uns genau so.
Wir haben unsere Telefone als Navi genutzt. Dafür brauchst du unterwegs einfach mobile Daten. Im Video hatten wir dafür einen Tarif von Holafly im Einsatz.
Der Campground selbst hatte eine richtig coole Lage. Genau diese Plätze sind es, die den Roadtrip so besonders machen.
Fahrt nach Salt Lake City: lange Straße, viel Weite
Es gab Etappen, da ging es gefühlt ewig geradeaus. Und genau das ist auch dieses USA-Gefühl: Weite, Highway, Landschaft, die langsam kippt.
Unser Ziel war Salt Lake City. Auf dem Weg haben wir bewusst Stopps eingeplant, weil unterwegs einfach zu viel Spannendes rechts und links liegt.
Dinosaur: Stop im Dino-Ort mit Welcome Center
Der Ort heißt wirklich Dinosaur. Und ja: dort ist auch alles im Dinosaurier-Look. Wir haben am Colorado Welcome Center gehalten, kurz reingeschaut und uns einen Überblick geholt.
Solche Visitor Center sind praktisch: du bekommst Material, Karten und Ideen für Stopps, an die du sonst nicht gedacht hättest.
Dinosaur National Monument: Fossilien, Shuttle und Gänsehaut
Das Dinosaur National Monument lag perfekt auf dem Weg und war bei uns fest eingeplant. Schon die Landschaft davor ist irre: Farben, Canyons, riesige Flächen, die aussehen wie Sanddünen, aber keine sind.
Vom Visitor Center fährt ein kostenloses Shuttle (alle 10 bis 15 Minuten), die Fahrt dauert nur ein paar Minuten. Oben kommst du in eine Halle mit freigelegten Knochen und Fossilien. Das wirkt fast arrangiert, ist es aber nicht.
Ein Detail, das mir hängen geblieben ist: Es war dort so still, dass ich meinen Tinnitus wieder gehört habe. Und ja, an manchen Stellen darf man die Fossilien sogar anfassen. Das ist schon besonders.
Antelope Island State Park: Bisons und Great Salt Lake
Antelope Island ist eine Halbinsel am Great Salt Lake, ungefähr 40 Minuten vom Zentrum von Salt Lake City entfernt. Eine eigene Welt: Salzsee-Blicke, Weite, und mit etwas Glück siehst du Bisons.
Wir waren am Buffalo Point. Die Aussicht ist der Hammer, und die Höhe wirkt auf Video oft kleiner als sie ist. Der kurze Trail nach oben ist machbar, auch wenn es bei uns knackig warm war.
- Geh nicht zu nah an Bisons ran. Davor wird ausdrücklich gewarnt.
- Buffalo Point ist schnell erreichbar und liefert direkt die große Aussicht.
- Historic Ranch: guter Stopp zum Durchatmen, mit Picknicktischen und Schatten. Dort gibt es auch Führungen.
Moab: perfekte Base zwischen Canyonlands und Arches
Moab ist klein, aber super bekannt, weil es genau zwischen Canyonlands und Arches liegt. Wir haben für die Etappe rund dreieinhalb Stunden reine Fahrzeit eingeplant, waren aber deutlich länger unterwegs, weil du ständig irgendwo anhalten willst.
Ich mag in solchen Orten auch die kleinen Routinen: wir sind Fans von Microbreweries und haben uns in Moab erstmal ein kaltes Bier geholt und einfach die Kulisse genossen. Dieser Teil der Reise war für mich persönlich richtig besonders, weil sich manches wie ein Wiederkommen angefühlt hat.
Arches National Park: Südlicher Teil mit Windows und Double Arch
Arches ist genau so ein Park, der dich sofort erwischt. Wichtig für deine Planung: Du brauchst vorab eine Reservierung bzw. ein Time Ticket plus den passenden Pass, sonst kommst du nicht einfach rein.
Ein erster Stopp war Balanced Rock. Danach ging es in den Bereich The Windows. Dort siehst du direkt mehrere der berühmtesten Bögen, und du kannst links und rechts vom Parkplatz loslaufen.
Das Highlight in dieser Sektion ist der Double Arch. Die Farben, das Licht, die Dimensionen: in echt wirkt alles noch mal größer als auf jedem Foto. Wenn du nur kurz Zeit hast, ist diese Ecke eine sehr gute Wahl.
Mein Tipp aus dem Video: Wenn du kannst, bleib zwei bis drei Tage. Es gibt deutlich mehr zu sehen, als du in einem halben Tag schaffst.
Arches National Park: Nördlicher Teil, Sand Dune Arch und Delicate Arch
Tag 2 im Arches war bei uns ein gutes Beispiel für sinnvolle Roadtrip-Planung: flexibel bleiben. Wir haben ein anderes Highlight gestrichen und stattdessen noch mal Arches gemacht, lieber eine Sache richtig als zwei nur halb.
Es hatte nachts stark geregnet. Der Vorteil: angenehmer kühl und nicht diese 40-Grad-Hitze, die andere kurz vorher hatten. Wir sind zum Sand Dune Arch gelaufen. Der Weg fühlt sich an wie Strand: weicher Sand, grün dazwischen, ein kleines Fels-Atrium. Richtig abgefahren.
Danach ging es in den Devil’s Garden. Dort liegt auch der Landscape Arch. Vom Parkplatz sind es ungefähr 1,5 km bis dahin, und du kannst den Trail noch erweitern, wenn du willst.
Ganz wichtig: Nimm immer Wasser mit. Das wird überall empfohlen, weil es schnell richtig heiß werden kann.
Zum Schluss haben wir noch den Delicate Arch angepeilt. Du siehst ihn schon kurz nach dem Parkplatz das erste Mal. Der Weg nach oben ist steil, aber es lohnt sich, weil das eben das Wahrzeichen des Parks ist und sogar auf den Utah-Kennzeichen auftaucht.
Monument Valley: Forrest Gump Viewpoint und Fotostopp
Der Forrest Gump Viewpoint ist so ein Ort, den du sofort wiedererkennst, wenn du ihn einmal gesehen hast. Wir kannten ihn schon von 2018 (Route-66-Trip) und sind deshalb bewusst wieder hin.
Real Talk: Du bist dort nicht allein. Teilweise ist richtig Rush Hour, wenn alle das Foto machen wollen. Aber wenn du dir ein paar Minuten Zeit nimmst, bekommst du deinen Moment trotzdem.
Fahrt bis Grand Canyon Village: lange Strecke, aber ein Highlight-Tag
Von Moab bis zum Grand Canyon Village ist es eine große Etappe. Wir hatten rund fünfeinhalb bis sechs Stunden Netto-Fahrzeit, waren am Ende aber deutlich länger unterwegs, weil es unterwegs einfach zu viele Stopps gibt, die sich lohnen.
Zwischenstopp war bei uns Tuba City. Es war heiß, aber ich nehme Wärme ehrlich gesagt lieber als Dauerregen. Dann ging es weiter Richtung Grand Canyon.
Grand Canyon: Desert View direkt nach dem Eingang
Ein richtig guter erster Viewpoint ist direkt nach dem Reinfahren: ungefähr 500 Feet nach rechts, und du stehst an einem genialen Aussichtspunkt. Wir hatten dort traumhafte Lichtbedingungen am späten Nachmittag.
Ein Detail zur Dimension: Der Colorado River liegt dort unten ungefähr 600 bis 700 Meter tiefer als der Punkt, an dem du stehst. Das ist schwer zu greifen, bis du es siehst.
Grand Canyon: Shuttle-System, Hermit Road und El Tovar
Am nächsten Tag haben wir die kostenlosen Shuttlebusse genutzt. Das ist im Park wirklich Gold wert, weil du damit schnell hin und her kommst und in der Hauptsaison manche Strecken gar nicht mit eigenen Fahrzeugen fahren kannst.
Das Prinzip ist wie Hop-on-hop-off: du steigst an Viewpoints aus, läufst ein Stück am Rim entlang und fährst dann weiter. Wir sind bis Hermit’s Rest gefahren. Dort gibt es auch Toiletten und die Möglichkeit, sich etwas Kaltes zu holen.
Praktisch fand ich auch die Water Bottle Refilling Station an dem Punkt, wo du zwischen den Linien wechselst. Gerade bei Hitze ist das ein echter Lifesaver.
Zum Runterkühlen sind wir ins El Tovar Hotel gegangen. Laut Video gibt es das schon seit 1905, und es hat genau diesen oldschooligen Lodge-Vibe. Danach zurück zum Camper, denn am nächsten Tag stand die nächste große Etappe an: Palm Springs. Dort wurden bei uns über 40 Grad angekündigt, mit Pool als Gegenplan.
Fahrt bis Palm Springs über Route 66: früh starten lohnt sich
Das war eine lange Tour: über 410 Meilen und rund sechseinhalb Stunden reine Fahrzeit. Wir sind früh los, um besser durchzukommen.
Wenn du solche Etappen machst: Plane Pausen ein. Nicht nur fürs Tanken, auch für dich. Lange Fahrten am Stück können sonst irgendwann einfach zäh werden.
Seligman an der Route 66: wie ein Freiluftmuseum
Seligman ist genau das, was man sich bei Route 66 vorstellt: überall Erinnerungen an die alte Zeit, bunte Details, Motels im Retro-Stil. Du kannst in jede Richtung schauen und findest irgendwas, das nach Route 66 schreit.
Ein kleiner, wichtiger Hinweis aus dem Video: Es gibt einen Laden mit coolen Route-66-Sachen, aber Cash only. Also: im Zweifel ein paar Dollar Bargeld dabei haben.
Und wenn du mit Camper unterwegs bist: In Seligman gibt es auch einen KOA Campground, den kann ich laut Video aber nicht empfehlen, weil direkt eine Zuglinie durchgeht. Der KOA in Kingman wurde als deutlich besser genannt.
Kingman an der Route 66: Signs, Visitor Center und kurzer Stopp
Kingman ist ein klassischer Route-66-Stopp. Du hast den Locomotive Park mit dem berühmten Route-66-Sign, dazu das Visitor Center und das Route 66 Museum in der Nähe.
Wir haben das Museum diesmal ausgelassen, weil noch mehrere Stunden Fahrt vor uns lagen. Das ist genau so ein Moment, wo Roadtrip-Planung heißt: Prioritäten setzen.
Mr. D’z Route 66 Diner: Burger-Spot mit Timing-Tipp
Mr. D’z ist ein echtes Highlight in Kingman. Super bunt, super stylisch, wie eine kleine Reise in die Vergangenheit. Wir haben dort den Route-66-Bacon-Cheeseburger gegessen.
Timing ist hier alles: Im Video war es zur Mittagszeit absolute Rush Hour. Wenn du es entspannter willst, sei am besten vor 12 Uhr da.
Fahrt nach Palm Springs: Kalifornien, Parks und zurück nach New York
Nach der Route 66 ging es weiter Richtung Palm Springs. Im Video sage ich auch: Die letzten Tage habe ich weniger gefilmt und Palm Springs war bei uns eher super chillig.
Danach ging es weiter nach Kalifornien: Los Angeles (Anaheim) mit einem Tag im Disneyland. Zwei Parks, viel Liebe zum Detail, aber auch richtig voll. Selbst an einem Montag waren die Wartezeiten teils bei 30 bis 60 Minuten. Wenn du das machst, denk über ein Fast-Option-Upgrade nach, aber schau vorher, für welche Attraktionen das überhaupt gilt.
Weiter nach San Diego: erste Strand-Stopps, Burger am Meer und dann SeaWorld. Ich sage im Video ganz offen: Ich sehe das mit zwei Perspektiven. Es fühlt sich auch ein Stück weit wie Zoo an, gleichzeitig behaupten sie dort viel Forschung zu machen. Das muss jeder für sich entscheiden.
Am Ende ging es früh morgens zurück nach New York. Dort haben wir noch ein paar Lieblingsmomente mitgenommen: Grand Central Terminal, ein Shake-Shack-Burger im Madison Square Park und eine meiner liebsten Touren überhaupt: die Sunset Sail zur Freiheitsstatue mit Classic Harbor Line. Diese Lichtstimmung kurz nach Sonnenuntergang ist für mich jedes Mal wieder ein echtes Highlight.
Wenn du im Sommer in New York bist: Zeit auf den Piers am Hudson River ist unspektakulär, aber richtig schön. Leichte Brise, Blick aufs Wasser, Hudson River Greenway als entspannte Strecke. Und ja: Du kannst teilweise sogar kostenlos Kajaks ausleihen (im Video z.B. am Pier 26). Einer meiner Lieblingsorte dabei ist Grand Banks am Hudson River, ein festgemachter Zweimaster mit entspannter Stimmung.
Als Abschluss durfte bei uns in New York auch noch der Besuch im SUMMIT One Vanderbilt nicht fehlen. Ende gut, Reise gut.
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Steffen
Ich bin ein absoluter Reise-Begeisterter mit einer großen Liebe zur USA, Spanien, Italien und England. Ganz viel Reise-Inspiration von mir gibt es regelmäßig auf unserem YouTube-Kanal..
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Steffen von Loving Travel
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