Notre Dame in Paris: Die wohl bekannteste Kirche der Welt

Auch nach dem Brand noch wunderschön und sehenswert!

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Sie ist Frankreichs ganzer Stolz  und das mitunter bekannteste Gotteshaus der Welt: die Kathedrale Notre Dame. Sie ist die mit Abstand am meisten besuchte Sehenswürdigkeit von Paris – oder: zumindest war sie es bis zu dem verheerenden Brand im Jahr 2019. In unserem Artikel bekommt ihr viele Infos zur Geschichte der Kathedrale, interessante Zahlen und Fakten – sowie Infos zum Wiederaufbau der Kirche.

Der 15. April 2019 war für viele Pariser ein schmerzhafter Tag: Die geliebte Kathedrale Notre Dame im Herzen der Metropole ging während Bauarbeiten in Flammen auf.

Notre Dame in Paris besuchen

Vor dem schweren Brand war Notre Dame die mit Abstand meistbesuchte Sehenswürdigkeit von Paris – noch weit vor Eiffelturm, Louvre und Sacré-Coeur. Mehr als 30.000 Menschen besuchten das Gotteshaus pro Tag oder bestiegen die Türme, um die grandiose Aussicht von der Île de la cité zu genießen. Das wird nun leider für lange Zeit erst einmal nicht möglich sein.

Seitliche Ansicht von Notre Dame

Da die Überreste des Brandes aufgeräumt sind, ist nunmehr zumindest der Besuch des Vorplatzes wieder möglich. Bei einem kleinen Rundgang über die Stadtinsel könnt ihr zudem aus unterschiedlichsten Winkeln einen Blick auf die Kathedrale zu erhaschen und den Stand der Arbeiten zu begutachten. Einen noch besseren Blick habt ihr natürlich von einem der zahlreichen Seine-Ausflugsschiffe.

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Anfahrt zur Notre Dame Paris

Zur Kathedrale gelangt ihr am besten mit der Metro – genauer gesagt mit der Linie 4. Die nächsten Haltestelle zur Notre Dame sind Saint-Michel Notre Dame oder Cité.

Notre Dame brennt: Ursache und Wiederaufbau

In neuem Glanz sollte das Pariser Wahrzeichen im Jahr 2022 erstrahlen – das war der Gedanke hinter den aufwendigen und längst überfälligen Sanierungsarbeiten an Notre Dame, die im April 2019 begannen. Doch das Gerüst stand erst wenige Tage, als die Katastrophe passierte. Vermutlich durch einen Kurzschluss wurde ein Brand ausgelöst, der sich in rasendem Tempo ausbreitete. Die 1300 Eichenbalken des Dachgebälks gingen in Flammen auf, durch die enorme Hitze schmolzen die Bleieindeckungen das Daches. Schlussendlich stürzte das Dach samt Uhrenturm zusammen.

Notre Dame Paris in Flammen

Auch wenn der Brand gelöscht werden konnte und die charakteristische Form der Fassade erhalten blieb, sind die Schäden doch immens: Der Innenraum ist durch die herabstürzenden Balken und vor allem das geschmolzene Blei stark beschädigt worden. Zahlreiche Kunstwerke von unschätzbarem Wert bleiben zwar erhalten, müssen aber grundlegend restauriert werden. Zudem sind die Schäden, die die Tonnen an Löschwasser im äußerst saugfähigen Kalkstein hinterlassen haben, noch nicht abzuschätzen.

Notre Dame Paris Brand

Rund 1300 Eichenbalken gingen beim Brand in Flammen auf.

Am Tag nach dem Brand versprach Frankreichs Präsident Macron, dass die Kathedrale bis zu den olympischen Spielen in Paris im Jahr 2024 wieder vollkommen aufgebaut sein sollen – für Experten ein mehr als ehrgeiziges Ziel. Die Arbeiten sind auf jeden Fall in vollem Gange. Ob das Dach mit Spitzturm dabei originalgetreu wiederhergestellt wird oder es eine moderne Interpretation, z.B. aus Glas, geben wird, wird noch entschieden.

Bootstour rund um die Íle de la Cité

Aufgrund der schweren durch den Brand verursachten Schäden bleibt Paris meistbesuchte Sehenswürdigkeiten für die nächsten Jahre geschlossen. Frühestens 2024 öffnet Notre Dame wieder seine Pforten für die Besucher. Bis dahin könnt ihr das nach wie vor majestätische Bauwerk nur von außen bewundern. Das könnt ihr am besten bei einer Bootsfahrt auf der Seine!

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Notre Dame in Zahlen und Fakten

  • Die beiden charakteristischen Türme messen eine Höhe von 69 Metern.
  • Der Innenraum der Kathedrale gliedert sich in 5 Kirchenschiffe, die Platz für 9000 Menschen bieten.
  • Das Hauptschiff misst dabei eine Länge von 130 Metern.
  • Rund 14 Millionen Menschen pro Jahr besuchten zuletzt die Kathedrale.

Fassade und Stil von Notre Dame

Fensterrose von Notre Dame in Paris

Notre Dame gilt als die letzte große frühgotische Kathedrale, die in Frankreich errichtet wurde. Gerade die ersten Bauabschnitte sind noch stark vom romanischen Stil geprägt. Charakteristisch für Notre Dame sind neben den beiden steinernen Türmen und den drei großen Fensterrosen vor allem das von der Fassade zum Dach hinreichende Strebewerk und die zahlreichen grotesken Wasserspeier.

Geschichte von Notre Dame Paris

Der Grundstein für die majestätische Kathedrale wurde im Jahr 1163 unter dem Pariser Bischof Maurice de Sully gelegt. Rund 80 Jahre später wurden die beiden Türme fertig gestellt; die weiteren Bauarbeiten dauerten jedoch bis weit in das 14. Jahrhundert hinein an. Geweiht ist sie der heiligen Jungfrau Maria.

Notre Dame nach Brand

Im Jahr 1793 stürmten Revolutionäre die Kirche und plünderten und verwüsteten sie schwer. Zwar entging Notre Dame dem Schicksal vieler Kirchen und Klöster, die abgerissen wurden – jedoch wurde die Kirche „entweiht“ und zu einem sogenannten Tempel der Vernunft erklärt. Faktisch ist das: Sie wurde für die folgenden Jahre zu einem Weindepot.

Im Jahr 1804 krönte Napoleon sich in Notre Dame selbst zum Kaiser. Das bekannte Bild dieser bizarren Zeremonie könnt ihr im Louvre bestaunen!

Auch, dass Napoleon Bonaparte ab 1802 die Nutzung von Notre Dame zu religiösen Zeremonien wieder erlaubte – auch, um sich hier zwei Jahre später selbst zum Kaiser zu krönen – konnte den schleichenden Verfall der Kirche nicht stoppen. Dies gelang erst durch das Erscheinen eines ganz besondere, weltweit bekannten Romans: Der Glöckner von Notre Dame.

Der Glöckner von Notre Dame

Notre Dame Paris von der Sine aus

Für viele ist der Name Notre Dame untrennbar mit der Geschichte des „Glöckner von Notre Dame“ verbunden. Die im Jahr 1831 erschienene Novelle von Victor Hugo wurde seit Mitte des 20. Jahrhunderts zahlreich verfilmt. Am bekanntesten ist dabei wohl die Zeichentrickversion von Disney aus dem Jahr 1996. Wie die meisten Verfilmungen des Romans dreht sie sich um den buckligen Glöckner Quasimodo, der sich unsterblich in die schöne Esmeralda verliebt.

Victor Hugos Originaldraht sich gar nicht um den Glöckner, sondern vor allem um die Kirche selbst: Sein Werk heißt auch schlicht „Notre Dame de Paris“.

Besonders erwähnenswert: Hugo haben wir es zu verdanken, dass Notre Dame uns bis heute erhalten geblieben ist! Denn nach der Französischen Revolution hatte man kein großes Interesse daran, das Gotteshaus zu erhalten. Doch der Roman sorgte für ein neues Verständnis für die Schönheit der Kirche – und so begannen im Jahr 1844, gut 13 Jahre nach dem Erscheinen des Romans, aufwendige Restaurationsarbeiten.

Über den Autor
Steffen

Ich bin ein absoluter Reise-Begeisterter mit einer großen Liebe zur USA, Spanien und Italien. Und England. Und Frankreich. Ganz viel Reise-Inspiration von mir gibt es regelmäßig auf unserem YouTube-Kanal sowie in unserem brandneuen Podcast.

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Steffen von Loving Travel

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