Das Naturkundemuseum von Paris: Naturgeschichte hautnah erleben

Auch für Kinder ein spannendes Museum

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Das Muséum national d’histoire naturelle im Jardin des Plantes im 5. Arrondissement gelegen ist ein toller Ausflugsort für Jung und Alt. Das Naturkundemuseum von Paris bietet Evolutionsgeschichte zum Anschauen. Warum das Museum einen Besuch wert ist, erzählen wir euch in diesem Artikel.

Paris ist vor allem für seine tollen Kunstmuseen wie das Louvre oder das Musée d’Orsay bekannt. Das Naturkundemuseum von Paris ist nur wenigen ein Begriff. Doch dieses eignet sich gerade für einen Besuch mit Kindern hervorragend.

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Was ist das Naturkundemuseum?

Das Naturkundemuseum von Paris teilt sich in mehrere Institutionen, die größtenteils im Jardin des Plantes angesiedelt sind. Die Galerien widmen sich der Welt der Mineralogie, Geologie, Paläontologie und Evolution. Die Ausstellung umfasst 55 Millionen Exponate, darunter 40 Millionen Insekten, 8 Millionen Blütenpflanzen und 7 Millionen andere Pflanzen, Pilze und Algen. Es ist damit das drittgrößte Museum seiner Art nach dem National Museum of Natural History in Washington und dem Natural History Museum in London.

Skelett im Naturkundemuseum Paris

Tickets für das Naturkundemuseum

Da zum Naturkundemuseum mehrere Institutionen zählen, gibt es hier verschiedene Ticket-Optionen, die ihr über die offizielle Seite buchen könnt.

  • Evolutionsgalerie: 10€
  • Galerie des Enfants + Evolutionsgalerie: 13 €
  • paläontologische Galerie: 10 €
  • Galerie de minéralogie: 7 €
  • Ménagerie: 10 €

Gerade wenn ihr mit Kindern das Museum besucht, können wir euch die folgende Tour empfehlen: In einer privaten familienfreundlichen Tour mit bis zu fünf Personen erzählt euch ein fachkundiger Guide spannende Infos über die Zeit der Evolution und bindet die kleinen Museumsgänger aktiv mit ein.

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Die Institutionen des Naturkundemuseums

Das das Naturkundemuseum nicht nur aus einem Gebäude besteht, solltet ihr euch erstmal ein Überblick verschaffen, welche Gebäude ihr besuchen wollt.

Die große Evolutionsgalerie

Die Galerie ist in mehrere Bereiche eingeteilt: In der Unterwasserwelt erwarten euch Tintenfische, Wale und weitere selten Unterwasserbewohner. Danach durchlauft ihr die Steppe Südamerikas, die Tropen, die afrikanische Savanne und den Nord- und Südpol und könnte ausgestopfte Büffel, Elefanten und weitere Tiere bestaunen. Auch die Geschichte des Menschen wird in der Grande Galerie de l’Évolution dargestellt, allerdings bezogen auf seinen Einfluss auf die Natur. Wollt ihr hierzu mehr erfahren, lohnt sich auch ein Besuch im Musée de l’Homme im Palais de Chaillot.

In dem Gebäude befindet sich außerdem das erste französische Kabinett für virtuelle Realität. Taucht ein auf die Spuren der Urgeschichte und verschwundener Riesen oder geht auf Meteoritenjagd durch Paris.

Im März 2013 brach ein 20 jähriger Mann in das Museum ein und schnitt mit einer Motorsäge einem Elefanten, der König Ludwig XIV. gehört hatte, den Stoßzahn ab.

Unterwasserwelt in Evolutionsgalerie Paris

Die paläontologische Galerie

Die Galerie de paléontologie et d’anatomie comparée begeistert nicht nur Dinosaurier-Fans. Der Name ist Programm: Von Säugetieren bis Reptilien vergleicht die Galerie für vergleichende Anatomie alle Anpassungen des Skeletts von Wirbeltieren. In dem Museum könnt ihr ausgestopfte Tiere, Fossilien und imposante Dinosaurier- und Mammutskelette bestaunen. Die Größe der Skelette ist wirklich beeindruckend und es ist schwer vorstellbar, dass es mal solche Lebewesen auf der Erde gab.

Die Galerie de minéralogie et de géologie

Die Galerie der Mineralogie umfasst eine Sammlung von etwa 770.000 Exemplaren von Gesteinsproben, Mineralien, Kristallen, Edelsteinen und Meteoriten. Diese Sammlung zählt zu den ältesten und renommiertesten der Welt. Ihr erfahrt hier interessante Infos über die Entstehung und Farben von Mineralien, die Entstehung des Planeten und die Funktion des Sonnensystems.

Die Galerie des enfants

In dieser Galerie kann die ganze Familie die biologische Vielfalt entdecken. Kinder von sechs bis zwölf Jahren können interaktiv die Geschichte von Fauna und Flora mit lebensgroßen Animationen kennenlernen und naturgetreue Tiere bestaunen. Der Rundgang starte in Paris: Ein Turmfalke nistet auf Notre Dame, ein Igel trottet durch den Park. Anschließend geht es zu einer von der Seine durchflossenen Schwemmlandebene, wo sich verschiedene Wasserlebewesen tummeln. Es folgt der brasilianische Regenwald, wo das Leben eines Dorfes am Amazonas mit all seinen Bewohnern dargestellt wird. Abschließend geht es in einem Rollenspiel um den Einfluss des Menschen auf die Natur.

Habt ihr Kinder in dem Alter, solltet ihr die Galerie des enfants in Paris unbedingt besuchen. In dieser Ausstellung kommt sicherlich keine Langeweile auf!

Die Ménagerie du Jardin des Plantes

Auch der Zoo von Paris gehört zum Naturkundemuseum. Es ist der älteste wissenschaftlich geleitete Zoo der Welt, der schon seit dem 18. Jahrhundert existiert. Empfehlenswert sind das Amphibien- und Reptilien-Haus und der große Vogelkäfig. Auch vom Aussterben bedrohte Tierarten wie rote Pandas und schwarze Panther leben hier.

Roter Panda in Ménagerie Paris

Euer Besuch im Naturkundemuseum von Paris

Im Naturkundemuseum gibt es große Sammlungen verschiedenster Tiere zu entdecken. Plant für euren Besuch deshalb unbedingt genug Zeit ein.

Anfahrt

Das weitläufige Gelände könnt ihr von mehreren Richtungen erreichen. Mit der Metro könnt ihr an den Stationen Jussieu (Linien 7 und 10), Censier-Daubenton (Linie 7) oder Gare d’Austerlitz (Linie 5) aussteigen. Reist ihr mit dem RER C an, steigt ihr ebenfalls am Gare d’Austerlitz aus. Die Busse der Linien 24, 57, 61, 63, 67, 89 und 91 fahren zum Jardin des Plantes.

Öffnungszeiten

Die Galerien sind täglich außer dienstags geöffnet. Am 1. Januar, am 1. Mai und am 25. Dezember sind die Museen geschlossen. Den Zoo könnt ihr jeden Tag im Jahr besuchen.

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Geschichte des Muséum national d’histoire naturelle

Der Jardin des Plantes, in dem sich das Naturkundemuseum befindet, diente einst als königlicher Garten, in dem Wissenschaftler Pflanzen für medizinische Zwecke untersuchten. Während der Französischen Revolution im Jahr 1793 wurde das Museum neu gegründet. Von 1839 bis 1861 publizierte das Museum die Archives du Muséum d’Histoire Naturelle. Heute ist das Naturkundemuseum nicht nur ein Museum, sondern auch eine Forschungseinrichtung für Geo- und Biowissenschaften.

Häufig gestellte Fragen zum Naturkundemuseum Paris

Lohnt sich ein Besuch im Naturkundemuseum von Paris?

Paris hat viele tolle Museen zu bieten und das Naturkundemuseum gerät dabei schnell in Vergessenheit. Doch dieses unterschätzte Museum eignet sich vor allem für Familien mit Kindern hervorragend. Es ist das drittgrößte Museum seiner Art auf der Welt. Die Kleinen können hier viel entdecken und bestaunen.

Welche Institutionen umfasst das Naturkundemuseum?

Zu dem Museum in Paris zählen der Jardin des Plantes, die Evolutionsgalerie, die Menagerie (Zoo), das Musée de l’Homme, der Park zoologique, die paläontologische Galerie, die Galerie de géologie et de minéralogie und weitere Institutionen außerhalb von Paris.

Ist das Naturkundemuseum für Kinder geeignet?

Das Naturkundemuseum von Paris ist die Anlaufstelle, wenn ihr ein Museum mit Kindern besuchen wollt. Ihr könnt ihr verschiedene Tiere, riesengroße Dinosaurierskelette und vieles mehr bestaunen.

Profilbild Steffen
Über den Autor

Ich bin ein absoluter Reise-Begeisterter mit einer großen Liebe zur USA, Spanien, Italien und England. Ganz viel Reise-Inspiration von mir gibt es regelmäßig auf unserem YouTube-Kanal sowie in unserem brandneuen Podcast.

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Steffen von Loving Travel