Die Katakomben von Paris – Darf man die besuchen?

Die wohl makaberste Touristenattraktion von Paris

Ja, es gibt sie tatsächlich: Die Katakomben von Paris sind quasi eine Stadt unterhalb der Stadt. Ein Tunnelnetzwerk, das mehr als 300 Kilometer in Länge misst und zur letzten Ruhestätte von 6 Millionen Menschen wurde. 

Die Katakomben von Paris – Was ist daran besonders?

Wenn man das Wort „Paris“ hört, tauchen immer wieder die gleichen Bilder auf: Verliebte, die sich auf den gepflasterten Straßen der Champs-Élysées umarmen, die Lichter der Stadt, die sich in der Seine spiegeln und die typisch stylischen Stadtbewohner von Paris, die Kaffee trinken und Zigaretten rauchen. Doch was sich unterhalb der Stadt abspielt, passt da so gar nicht ins Bild.

Paris Katakomben - Eintritt, Preise und mehr

Unter der Stadt befindet sich die letzte Ruhestätte der Überreste von über 6 Millionen Pariser Bürgern. Es ist kaum zu glauben, dass sich tief unter den Straßen von Paris fast 322 km alter Minenschächte und unterirdischer Tunnel befinden, die mit menschlichen Skeletten gefüllt sind und mehr als 2.000 Jahre Pariser Geschichte repräsentieren. Aber das ist es. Und das Unglaublichste: Du kannst diesen Ort besuchen!

Besichtigung der Katakomben

Die Ausmaße der Pariser Katakomben sind von den Straßen der Stadt aus nur schwer zu begreifen. Das Tunnellabyrinth erstreckt sich über 300 km. Wir besuchten die Katakomben früh an einem trüben Wintermorgen im Dezember, und obwohl wir weit vor der offiziellen Öffnungszeit um 8.30 Uhr ankamen, wurden wir von einer langen Schlange im Regen begrüßt. Denn, wie ihr euch vorstellen könnt, wollen echt viele Menschen diese zugegeben recht makabere Touristenattraktion erleben.

Katakomben in Paris – Das kostet dich der Eintritt

Tipp für den Besuch der Katakomben: Seid früh da! Nachdem wir uns um 9 Uhr in die Warteschlange eingereiht hatten, betraten wir die Treppe zu den Katakomben erst um fast 10:30 Uhr. Warum? Wir sind spontan hingegangen und hatten die Tickets nicht online vorab gebucht. Begeht nicht denselben Fehler!

Unsere Empfehlung

Paris Katakomben

Günstige Alternative

Paris Katakomben

Geführte Tour durch die Katakomben

Einfache Tickets

Dauer

30 Minuten

30 minuten

Vorteile

  • Günstigste Option
  • keine Schlangen
  • Audioguide
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  • Audioguide

Sprache

🇬🇧 Englisch

Audioguide mit mehreren Sprachen

Dauer

2 Stunden

1 Stunde

Preis

79€

29,00 €

Tickets

Der Hauptgrund für die langen Wartezeiten ist die Beschränkung auf 200 Personen im Besichtigungsbereich. Eine großzügige Portion Croissants aus der nahegelegenen Bio-Boulangerie half definitiv, die Wartezeit in der Kälte und im Regen zu überbrücken! Wer verständlicherweise keine Lust hat, seine Zeit in einer langen Schlange zu vergeuden, der muss unbedingt online vorab buchen. Der normale Eintrittspreis beträgt 12 € am Eingang zu den Katakomben, oder du kannst die Tickets im Voraus online für 27 € kaufen, einschließlich Audioguide. Ich würde nächstes Mal definitiv online buchen, auch wenn es mehr kostet.

PARIS KATAKOMBEN TICKETS

Paris Katakomben – Die Highlights

Was genau sind die Katakomben von Paris und wie sind sie entstanden? Die Geschichte besagt, dass die Pariser Friedhöfe im späten 18. Jahrhundert an ihre Kapazitätsgrenzen stießen und keine weiteren Bestattungen mehr aufnehmen konnten. Nach reiflicher Überlegung einigten sich die Behörden und die Kirche darauf, die menschlichen Überreste in die alten Kalksteinschächte unter Paris zu verlegen – die Katakomben waren geboren.

Heute ist ein kleiner Teil der Katakomben für die Öffentlichkeit zugänglich, die übrigen Teile dürfen seit 1955 nicht mehr besucht werden. Trotzdem wird das Tunnellabyrinth von den Einheimischen weiterhin, wenn auch nun illegal, erforscht. Unser Besuch führte uns durch eine Reihe von mit Skeletten gefüllten Räumen, in denen die Überreste in verschiedenen Strukturen in jedem Raum angeordnet sind. Das mag zwar morbide klingen, ist aber in Wirklichkeit eine ziemlich surreale Erfahrung!

Paris Katakomben - Eintritt, Preise und mehr

Bevor man die eigentlichen Katakombenkammern betritt, kommt man durch Räume, die den Ursprüngen der Katakomben und der ursprünglichen Kalksteinmine gewidmet sind. Die Minen lieferten die riesigen Mengen an Stein, die für den Bau der Kathedrale Notre-Dame, des Louvre und der Stadtmauern benötigt wurden, bevor der Raum schließlich als Ossuarium diente.

In den Katakomben ist es unheimlich still, und die schwache Beleuchtung trägt zur dunklen Atmosphäre bei.

 

PARIS KATAKOMBEN TICKETS OHNE ANSTEHEN

Tipps & Tricks für die Katakomben von Paris!

Bucht eure Tickets unbedingt online. Sonst schaut man in die Röhre.

Online-Ticket ist ein Muss

Geheimtipp: Kauft nicht erst vor Ort

Es führt kein Weg dran vorbei: Bucht die Tickets im Voraus!!! In Paris will man keine Zeit verlieren, und schon gar nicht damit, in einer nie enden wollenden Schlange zu stehen. Macht es richtig, holt euch die Tickets online und spaziert an der langen Schlange einfach vorbei.

Wenn du deine Zeit nicht in langen Warteschlangen vergeuden willst, solltest du deine Tickets im Voraus online buchen. Wähle zwischen einem Standard-Eintrittsticket und einem Ticket mit Vorrang zu jeder Zeit. Vergiss nicht, an der Kasse die Option E-Ticket auszuwählen.

PARIS KATAKOMBEN TICKETS

 

Warum gibt es die Katakomben in Paris überhaupt?

Um die Katakomben zu verstehen, müssen wir ein wenig in die, etwas unappetitliche, Vergangenheit der Stadt schauen: Im späten 18. Jahrhundert sah sich Paris mit einer großen Krise konfrontiert. Die Friedhöfe, von denen einige schon seit einem Jahrtausend in Betrieb waren, quollen über mit den Überresten der Toten. Es wird berichtet, dass bei der Beerdigung von Verstorbenen gelegentlich Leichen entdeckt wurden. Die Pariser, die in der Nähe von Les Innocents, dem ältesten Friedhof der Stadt, wohnten, beschwerten sich über den üblen Geruch, den das verrottende Fleisch verströmte, und veranlassten Ludwig XV. 1763, alle Beerdigungen in der Hauptstadt zu verbieten.

Katakomben Paris

Bis 1780 wurde nichts weiter unternommen, bis die Friedhofsmauer wegen des anhaltenden Regens einstürzte und die Leichen direkt auf die Straßen der Stadt geworfen wurden. Der schreckliche Anblick machte eine Veränderung notwendig, und ab 1786 wurden die Leichen in die Tunnel unter der Stadt verlegt, die von da an als Städtisches Beinhaus von Paris bekannt waren. Die ehemaligen Kalksteinbrüche wurden zur neuen Ruhestätte der Toten, und die Verlegung dauerte 12 Jahre.

Von den Anfängen der Französischen Revolution im Jahr 1789 bis 1860 wurden die Toten der Stadt dort begraben, sodass sich die Zahl der Skelette in den Tunneln auf etwa sechs Millionen erhöhte. Zu den berühmten Persönlichkeiten, die in den Katakomben ruhen, gehört Maximilien de Robespierre, der Revolutionär, dessen „Schreckensherrschaft“ nach der Revolution viele von den neuen Idealen des Landes enttäuschte und den Anstoß für die gotische Bewegung der Romantik gab.

Wo liegen die Katakomben in Paris genau und was gibt’s in der Nähe?

Standort: Der Eingang für die Besichtigung der Pariser Katakomben befindet sich direkt gegenüber der Metrostation Denfert Rochereau. Beachte dass sich der Ausgang ein paar Straßen weiter befindet, in der Rue Remy Dumoncel 36, zwischen den Metrostationen Alesia und Mouton Duvernet.

Was du in der Nähe sehen kannst:

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Katakomben von Paris  – FAQs – häufig gestellte Fragen

Öffnungszeiten und Warteschlangen: Die Katakomben sind von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 20.30 Uhr geöffnet. Die Wartezeiten variieren, aber im Allgemeinen beträgt die Wartezeit in der Hochsaison von Mai bis September unabhängig von der Tageszeit mindestens 90 Minuten. An Nachmittagen in der Nebensaison können die Warteschlangen kürzer sein.

Wo gibt es Tickets für die Katakomben in Paris?

Eintrittskarten sind am Eingang erhältlich und können, auch wenn sie teurer sind, vor dem Besuch auch online gekauft werden.

Wie kann ich in den Paris Katakomben bleiben?

Unser Besuch dauerte etwa 45 Minuten vom Eingang bis zum Ausgang. Die Besucher müssen eine Wendeltreppe mit 130 Stufen hinabsteigen und 83 Stufen zurück zur Straße hinaufsteigen, sodass man sich vor dem Besuch darauf einstellen sollte.

Regeln: Die Zahl der Besucher ist jeweils auf 200 begrenzt. Die Besucher werden gebeten, keine der Reliquien zu berühren oder zu beschädigen, und die Taschen werden beim Verlassen der Katakomben durchsucht.

Wann wurden die Katakomben in Paris gebaut?

Die Pariser Katakomben entstanden im Jahr 1763 und wurden über die Jahre immer größer.

Wie tief sind die Katakomben in Paris?

Die Katakomben liegen zwischen 5 und 35 Metern unter der Erde.

Wie lang sind die Katakomben von Paris?

Alle Tunnel der Katakomben in Paris nebeneinandergelegt wären über 300 Kilometer lang!

Lohnen sich die Katakomben in Paris?

Mit einem Wort: Jein, obwohl es für alle, die sich in engen Räumen nicht wohlfühlen oder die Aussicht, mit vielen Skeletten auf Tuchfühlung zu gehen, schwierig sein könnte, sie zu besuchen. Es ist ein erstaunlicher, wenn auch extrem morbider Anblick, der sich einem da offenbart. Wir waren dennoch der Meinung, dass sich die lange Warteschlange gelohnt hat, um einen so wichtigen und weniger bekannten Teil der Pariser Geschichte zu sehen. Als wir jedoch den letzten Raum erreichten und die Treppe hinaufstiegen, waren wir uns sicher, dass wir für lange Zeit kein Skelett mehr sehen wollten.

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Über den Autor
Maxim

Ob Strandurlaub oder Städtetrip, Skiurlaub oder Road Trip – Ich leb' treu nach dem Motto: "Ein Leben ohne Reisen ist möglich, aber sinnlos." Zu meinen absoluten Lieblingszielen gehören Japan, Großbritannien, die gesamte Ostküste der USA und europäische Metropolen wie Amsterdam oder Budapest.

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Steffen von Loving Travel

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